Heute ist der 13.05.2026 und während die Vorfreude auf den Sommer in der Luft liegt, rückt ein ganz besonderer Feiertag näher: Mariä Himmelfahrt. Am 15. August wird in vielen Teilen Bayerns der Eintritt Marias in den Himmel gefeiert – ein Hochfest der römischen Kirche, das seit dem 9. Jahrhundert auch in Deutschland seine Anhänger hat. Und obgleich der Feiertag mit festlichen Pontifikalämtern und stimmungsvollen Lichterprozessionen gefeiert wird, ist Mariä Himmelfahrt nicht überall in Bayern ein gesetzlicher Feiertag.

In Bayern haben 1.708 von 2.056 Gemeinden am 15. August Feiertag. Das bedeutet, dass in den überwiegend katholischen Gemeinden die Geschäfte und Firmen geschlossen bleiben. Vor allem in Oberbayern und Niederbayern ist der Feiertag ein fester Bestandteil des Kalenders – die Menschen genießen hier einen freien Tag. Doch in 348 Gemeinden, die eher evangelisch geprägt sind, geht der Alltag wie gewohnt weiter. In Mittel- und Oberfranken bleibt der 15. August also für einige ein ganz normaler Werktag, während die Nachbarn in den katholischen Regionen feiern.

Die Einteilung im Detail

Die Entscheidung, ob Mariä Himmelfahrt ein Feiertag ist, basiert auf dem Verhältnis der katholischen zur evangelischen Bevölkerung. Diese Regelung wurde jüngst basierend auf den Ergebnissen der letzten Volkszählung von 2022 festgelegt. Ab dem 15. August 2025 wird die Einteilung entsprechend der aktualisierten Daten des Zensus gelten. Das Bayerische Landesamt für Statistik hat hierfür eine anschauliche Bayernkarte erstellt, die zeigt, welche Gemeinden vom Feiertag betroffen sind. Wer genau wissen möchte, ob seine Gemeinde zu den Feiernden gehört, kann in einer Datenbank gezielt nach seiner Kommune suchen.

In den bayerischen Großstädten sieht es etwas anders aus; in fünf von acht ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag. Die Städte München, Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt sind hier in der glücklichen Lage, den Feiertag genießen zu können. In Nürnberg, Fürth und Erlangen hingegen bleibt der Alltag unberührt. Das zeigt, wie unterschiedlich die Feierlichkeiten im Freistaat wahrgenommen werden.

Traditionen und Bräuche

Ein ganz besonderer Aspekt von Mariä Himmelfahrt sind die traditionellen Bräuche, die mit dem Feiertag verbunden sind. Die Kräuterweihe beispielsweise hat in vielen Gemeinden einen hohen Stellenwert. Diese Tradition geht auf die Zeit zurück, als die Menschen Kräuter sammelten, um sie zu segnen und für die kommenden Monate zu nutzen. Die Wurzeln dieses Hochfestes reichen bis ins Jahr 431 n. Chr. zurück, als es in der Ostkirche eingeführt wurde – ein Beweis dafür, wie tief verwurzelt dieser Feiertag in der christlichen Tradition ist.

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Die Diskussion um Mariä Himmelfahrt und dessen Status als Feiertag spiegelt nicht nur den religiösen Wandel wider, sondern auch die kulturellen Unterschiede innerhalb Bayerns. Während die einen den Feiertag als etwas Heiliges betrachten, ist es für andere einfach ein zusätzlicher Arbeitstag. Und genau das macht die bayerische Landschaft so facettenreich und lebendig.