Heute ist der 5. Juni 2026 – und während die Sonne über Deggendorf aufgeht, ziehen auch große Veränderungen auf den Schienen Bayerns heran. Die Deutsche Bahn hat einen ambitionierten Plan zur Korridorsanierung der Strecke Obertraubling–Passau vorgestellt. Ein Unterfangen, das vom 14. Juni bis zum 12. Dezember 2026 die Region in Atem halten wird.
Auf den ersten Blick mag es sich um eine Menge Zahlen und Daten handeln, aber dahinter steckt eine umfassende Modernisierung. Geplant sind über 120 Kilometer Gleiswechsel und mehr als 90 Kilometer erneuerte Oberleitungen. Acht Stationen werden auf Vordermann gebracht, und das moorige Terrain in Osterhofen erhält eine Verfestigung – einfach notwendig, um die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten. Das klingt alles nach einem großen Schritt nach vorn für die Bahninfrastruktur.
Die Bauphasen im Detail
Die Arbeiten sind in drei Phasen unterteilt, die sich über mehrere Monate erstrecken. In der ersten Phase, bis zum 10. Juli, bleibt der Knoten Plattling vollständig gesperrt. Das bedeutet, dass Regionalbahnen in Straubing, Landau und Deggendorf enden müssen. Ein wenig Geduld ist gefragt! Danach folgt eine weitere Phase, die bis zum 20. September dauert. Hier fallen die Züge zwischen Regensburg und Straubing sowie nach Geiselhöring und Bogen aus. Und das ist noch nicht alles! Von 20. September bis zum 12. Dezember bleibt es turbulent – viele Einschränkungen werden weiterhin bestehen, während der RE 3 stündlich zwischen München und Plattling verkehrt.
Die Ersatzbusse, die während dieser Zeit eingesetzt werden, haben abweichende Linienführungen und längere Fahrtzeiten. Das kann durchaus frustrierend sein, besonders wenn man an die direkte Verbindung zwischen Regensburg, Passau und Wels denkt, die ebenfalls entfallen wird. Das sind alles große Umstellungen, die sich auf den Pendelverkehr auswirken werden.
Ein Blick auf weitere Baustellen
Doch die Korridorsanierung ist nicht die einzige Baustelle, die die Region betrifft. Parallel dazu wird die Strecke Nürnberg–Regensburg seit Februar gesperrt, mit einer Wiedereröffnung am 10. Juli. Technische Überprüfungen im Pegnitztal haben ebenfalls zu Sperrungen geführt, und die Züge fahren auf der Strecke Neuhaus–Pegnitz. Die restliche Strecke bleibt bis Ende der Sommerferien unzugänglich. Hinzu kommen Bauarbeiten auf der Strecke Hof–Weiden–Regensburg–Marktredwitz–Pegnitz, die bis Ende Oktober andauern. Was das für die Reisenden bedeutet? Reisezeitverlängerungen und Zugausfälle, die nicht zu vernachlässigen sind.
Für die Fern- und Güterzüge gibt es Umleitungen, was auch Fahrplanänderungen auf anderen Strecken nach sich zieht. Man könnte sagen, es ist ein wahres Schachspiel auf Schienen, bei dem jeder Zug seinen Platz finden muss.
Ausblick auf künftige Projekte
Und als ob das nicht genug wäre, steht die nächste Korridorsanierung auf der Strecke Rosenheim–Salzburg bereits fest. Sie wird am 7. Februar 2027 beginnen und bis zum 9. Juli 2027 dauern. Auch die Sanierung zwischen Rosenheim und München ist in Planung und wird in zwei Phasen durchgeführt, wobei die zweite Phase 2031 starten soll. Das bringt uns zu weiteren geplanten Korridorsanierungen in Bayern, darunter die Strecken Würzburg–Ansbach–Treuchtlingen, Würzburg–Nürnberg und Ulm–Augsburg.
All diese Maßnahmen zeigen, dass die Deutsche Bahn sich nicht nur um die Gegenwart, sondern auch um die Zukunft des Schienenverkehrs kümmert. Veränderungen sind oft unbequem, bringen aber auch die Möglichkeit, die Reiseerfahrung für alle zu verbessern. Es bleibt spannend, wie sich die Infrastruktur entwickeln wird und welche neuen Verbindungen uns erwarten. Die Schienen glühen förmlich vor Aufregung!