Heute ist der 3.05.2026, und in Deggendorf gibt es Neuigkeiten, die sowohl aufmuntern als auch nachdenklich stimmen. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im April 2023 ist ein Lichtblick, der sich durch die Zahlen der Agentur für Arbeit Deggendorf zeigt. Aktuell sind 8487 Personen arbeitslos gemeldet – das sind 644 weniger als im Vormonat und damit ein Rückgang um 7,1%. Auf den ersten Blick könnte man sich freuen, aber schaut man genauer hin, sieht man, dass im Vergleich zum Vorjahr die Zahl um 436 Personen gestiegen ist, was einer Erhöhung von 5,4% entspricht. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Regen beträgt nun 4,0%. Irgendwie ist das ein zweischneidiges Schwert.
Marianne Loibl, die Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Deggendorf, bringt es auf den Punkt: Die wirtschaftlichen Herausforderungen bleiben bestehen. Langzeitarbeitslose haben es nach wie vor schwer, einen Job zu finden. Die Zahlen sprechen für sich – im Bereich der Arbeitslosenversicherung gibt’s einen Rückgang auf 4915 Arbeitslose, was 749 weniger als vier Wochen zuvor bedeutet. Die anteilige Arbeitslosenquote in der Arbeitslosenversicherung liegt bei 2,4%. Im Gegensatz dazu sind im Bereich der Grundsicherung 3572 Arbeitslose registriert, was 105 mehr als im März ist. Hierbei ist die anteilige Arbeitslosenquote bei 1,7% zu verorten. Ein klarer Hinweis darauf, dass nicht alles rosig ist.
Fokus auf Qualifizierung und Fachkräftesicherung
Die Agentur für Arbeit hat erkannt, dass gezielte Förderung und Qualifizierung von Arbeitsuchenden dringend notwendig sind. Die Unterstützung der Betriebe bei der Fachkräftesicherung ist ein weiterer zentraler Punkt. Es gibt schließlich 3111 freie Stellen im Bestand der Agentur, 231 mehr als im Vormonat, jedoch 48 weniger als im Vorjahr. Die meisten Stellen finden sich in den Bereichen wirtschaftliche Dienstleistungen, Baugewerbe, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, verarbeitendes Gewerbe sowie Gesundheits- und Sozialwesen.
Doch auch die Kurzarbeit bleibt ein Thema. Bis zum 27. April 2023 sind 11 Anzeigen für Kurzarbeit für 106 Personen eingegangen. Im März 2023 hatten 41 Betriebe 563 Personen zur Kurzarbeit angezeigt. Und wenn wir in die Vergangenheit blicken: Im Oktober 2025 erhielten 49 Betriebe und 716 Personen Kurzarbeitergeld. Der Höchststand an Kurzarbeitern wurde im April 2020 mit 26.609 Personen verzeichnet. Jetzt, 2026, gibt es hochgerechnete Daten für Dezember 2025, die von 46 Betrieben und 523 Personen in Kurzarbeit sprechen. Die Entwicklung ist spannend, aber auch beunruhigend.
Ein Blick auf die bundesweite Situation
Ein weiterer Blick auf die bundesweite Situation verdeutlicht, dass die monatliche Erwerbslosenstatistik in Deutschland auf Daten basiert, die zur Entwicklung der Erwerbslosigkeit gesammelt werden. Die Statistik liefert eine Vielzahl von Informationen: Absolute Zahlen der Erwerbslosen, die Erwerbslosenquote, die Zahl der Erwerbstätigen und der Erwerbspersonen. Die Ergebnisse werden nach Alter und Geschlecht aufbereitet, was interessante Einblicke ermöglicht. Der Mikrozensus, eine jährlich durchgeführte Erhebung, liefert statistische Informationen über die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung, die Erwerbstätigkeit, die Arbeitssuche und vieles mehr. Es ist wichtig, solche Daten im Hinterkopf zu behalten, wenn wir über die lokale Situation sprechen.
Die Herausforderungen sind groß, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage in Deggendorf und darüber hinaus entwickeln wird. Die Hoffnung auf eine positive Wende ist da, doch die Realität zeigt uns, dass noch ein langer Weg vor uns liegt. Die Fragen, die uns beschäftigen, sind vielschichtig und erfordern kreative Ansätze, um die Menschen in unserer Region zu unterstützen und zu integrieren.