Heute ist der 26.05.2026 und das Pfingstwochenende hat im Landkreis Dachau seine Spuren hinterlassen. 60 Verkehrsunfälle innerhalb von nur vier Tagen – das sind Zahlen, die einen aufhorchen lassen. Zwischen Freitag und Montag, im Zeitraum, der für viele Menschen Entspannung und Freizeit bedeutet, mussten die Rettungskräfte mehrfach ausrücken. Es ist kaum zu fassen, dass von diesen 60 Unfällen 12 zu Verletzten führten. Dabei wurden 16 Personen nur leicht, aber eine Person schwer verletzt. Die Mehrheit der Vorfälle waren Kleinunfälle, 28 an der Zahl, gefolgt von 9 Wildunfällen. Man könnte fast meinen, die Straßen hätten ein Eigenleben entwickelt.
Besonders bitter waren die Unfälle, die sich am Samstagnachmittag und in der Nacht zu Sonntag zutrugen. Ein schwerer Vorfall ereignete sich, als eine 18-jährige BMW-Fahrerin aus Altomünster auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Eichhofen und Westerholzhausen von der Straße abkam. Ihr Fahrzeug überschlug sich und kam schließlich auf dem Dach zu liegen. Glücklicherweise erlitt sie nur leichte Verletzungen und wurde ins Krankenhaus Dachau gebracht. Doch der materielle Schaden ist beträchtlich: Etwa 55.000 Euro für den Totalschaden des BMW sowie rund 3.000 Euro für das beschädigte Marterl. Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz und sorgten dafür, dass Schlimmeres verhindert wurde.
Ein weiterer Vorfall sorgt für Aufregung
Am Sonntagmorgen, gegen 2:30 Uhr, ereignete sich dann ein weiterer Unfall in Dachau, der die Gemüter erhitzte. Ein 17-jähriger Leichtkraftradfahrer und sein 22-jähriger Sozius stürzten, nachdem sie mit einem parkenden Pkw kollidiert waren. Das Besondere an diesem Vorfall? Der Fahrer flüchtete von der Unfallstelle, ohne sich um den verletzten Sozius zu kümmern. Ein Passant informierte umgehend die Polizei. Später erschien der Fahrer jedoch mit seinen Erziehungsberechtigten und gestand. Doch die Überraschung kam erst: Er war mit 1,4 Promille alkoholisiert! Während der Fahrer mit leichten Verletzungen davonkam, musste sein Sozius mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Der Schaden am Leichtkraftrad betrug etwa 7.000 Euro, am parkenden Pkw etwa 5.000 Euro.
Diese Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Verkehrssicherheit in unserer Region. Man fragt sich, was in den Köpfen der Beteiligten vor sich geht. Gerade an einem Feiertagswochenende, das oft für Feiern und geselliges Beisammensein genutzt wird, sollte doch mehr Rücksichtnahme herrschen. Die Mischung aus Alkohol und Verkehr ist ein altbekanntes, aber nicht minder gefährliches Thema. Einmal mehr zeigt sich, dass die Straßen oft unberechenbar sind und dass ein Moment der Unachtsamkeit fatale Folgen haben kann. Wir sollten alle wachsam sein, vor allem in der schönen Sommerzeit, die uns nun bevorsteht. Die Straßen sind für uns alle da – und Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen.