Heute ist der 20.04.2026 und wir werfen einen Blick auf die Immobilienpreise im Großraum München. Trotz der hohen Preise, die sich im Durchschnitt bei über 1,2 Millionen Euro für Einfamilienhäuser bewegen, bleibt die Nachfrage ungebrochen. Viele Bayern träumen nach wie vor vom Eigenheim, und die Anzahl der Käufe scheint nach einem Rückgang aufgrund gestiegener Zinsen allmählich wieder zuzunehmen. Laut dem Immobilienatlas der Bausparkasse LBS wurden im Jahr 2025 Transaktionen im Wert von 54,4 Milliarden Euro verzeichnet, was einem Anstieg von 9,1 Prozent gegenüber 2024 entspricht.

Die höchsten Immobilienpreise wurden in Städten wie Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg, Miesbach, Fürstenfeldbruck, Garmisch, Dachau, Erding, Ebersberg und Freising festgestellt. Besonders in der Stadt München, wo über ein Fünftel der Transaktionen stattfand, sind Bestandsimmobilien besonders gefragt. Neubau-Eigentumswohnungen kosten im Schnitt 11.000 Euro pro Quadratmeter, während Altbauwohnungen mit etwa 8000 Euro pro Quadratmeter zu Buche schlagen. Im Landkreis München hingegen gibt es mit 5800 Euro pro Quadratmeter im Osten die niedrigsten Preise.

Ein Blick auf die Preisunterschiede

Im Landkreis Dachau liegen die Preise für Wohnungen im Bestand zwischen 4000 und 5000 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: In Augsburg bewegen sich die Preise zwischen 3200 und 4800 Euro, während am malerischen Starnberger See etwa 7000 Euro pro Quadratmeter verlangt werden. Erwin Bumberger, der LBS-Chef, weist auf ein deutliches „Nord-Süd-Gefälle“ bei den Immobilienpreisen in Bayern hin. Günstigere Angebote finden sich auch in angrenzenden Regionen wie Schwaben, z.B. Aichach-Friedberg und rund um Augsburg, sowie im Norden (Neuburg-Schrobenhausen) und Osten (Mühldorf am Inn).

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Nebenkosten, die beim Wohnungskauf anfallen. Bumberger fordert eine Vereinfachung der Bauvorschriften und Planungsverfahren, um den Wohnungsbau zu fördern. Insbesondere wird ein Erlass der Grunderwerbsteuer für Ersterwerber angeregt, um den Kauf von Immobilien erschwinglicher zu gestalten.

Marktentwicklung und Zukunftsperspektiven

Die aktuelle Marktentwicklung zeigt, dass die Immobilienpreise zwar unter dem Rekordniveau von 2022 liegen, jedoch wieder steigen. Dies könnte auf die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum in einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands hindeuten. Die Bedenken von Bumberger über die möglichen Auswirkungen des Iran-Kriegs auf Inflation, Baukosten und Bauzinsen werfen Fragen über die zukünftige Stabilität des Marktes auf.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Immobilienpreise im Großraum München und den angrenzenden Regionen weiterhin eine Herausforderung für Käufer darstellen, während die Nachfrage nach Wohnraum ungebrochen bleibt. Der Traum vom Eigenheim ist für viele Bayern nach wie vor ein erstrebenswertes Ziel, auch wenn der Weg dorthin zunehmend steiniger wird.