Ein schauriges Erlebnis hat sich am späten Donnerstagabend auf der Donau bei Vilshofen, im Landkreis Passau, abgespielt. Zwei Männer, der 24-jährige Besitzer eines Motorbootes und sein 28-jähriger Begleiter, haben sich in eine missliche Lage manövriert. Unter dem Einfluss von Alkohol steuerten sie flussabwärts in Richtung Passau, als das Unglück in einer Rechtskurve seinen Lauf nahm. Das Boot kenterte – die Freude am Wasser wurde blitzschnell zum Albtraum.
Die beiden Männer versuchten verzweifelt, ihr kenterndes Gefährt ans Ufer zu schieben. Man kann sich das Chaos nur schwer vorstellen: ein Boot, das sich mit persönlichen Gegenständen füllt und schließlich untergeht. Die beiden Retter ihrer eigenen Haut schafften es, sich auf einen nahegelegenen Inselstreifen zu retten. Glücklicherweise blieben sie unverletzt und wurden rasch von der Wasserwacht sowie der Feuerwehr zum Bootshafen in Vilshofen gebracht.
Die Ermittlungen laufen
Die Wasserschutzpolizei Passau hat inzwischen die Ermittlungen wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs aufgenommen. Bei der Unfallaufnahme stellte die Polizei fest, was vielleicht schon zu erahnen war: Beide Männer waren alkoholisiert. Wow, das ist ein klassisches Beispiel dafür, wie schnell aus einer harmlosen Bootsfahrt ein ernsthaftes Problem werden kann. Der geschätzte Schaden beläuft sich auf einen mittleren bis hohen vierstelligen Betrag – kein Pappenstiel!
Einige könnten jetzt denken: „Könnte das nicht jeden treffen?“ Tatsächlich ist die Sicherheit auf dem Wasser ein nicht zu unterschätzendes Thema. Jährlich veröffentlicht die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung umfassende Jahresberichte über Unfälle und schwerwiegende Vorkommnisse auf Gewässern. Diese Berichte sind nicht nur informativ, sie bieten auch einen tiefen Einblick in die Risiken, die mit dem Wassersport verbunden sind.
Ein Blick auf die Vergangenheit
Die letzten Jahresberichte der Bundesstelle zeigen, dass solche Vorfälle nicht die Ausnahme, sondern leider die Regel sind. In den letzten Jahren gab es immer wieder alarmierende Statistiken – von Unfällen bis hin zu schweren Vorkommnissen. Man könnte sagen, dass das Wasser sowohl ein Freund als auch ein Feind sein kann. Es ist ein Ort der Freiheit und des Vergnügens, aber auch ein Raum, der Respekt und Vorsicht erfordert.
In Anbetracht der jüngsten Ereignisse in Vilshofen wird deutlich, dass das Bewusstsein für Sicherheit auf dem Wasser dringend gefördert werden muss. Vielleicht sollten wir alle noch einmal über Sicherheit nachdenken, bevor wir uns in das nächste Abenteuer auf dem Wasser stürzen. Oder, wie man in Österreich sagt: „Es ist besser, einen Schritt zurückzutreten, als ins kalte Wasser zu springen.“