Heute ist der 22.04.2026 und in der Welt des deutschen Lebensmitteleinzelhandels tut sich einiges. Rewe-Chef Lionel Souque hat kürzlich ein bemerkenswertes Statement abgegeben: Markenartikel verlieren an Bedeutung. Immer mehr Kunden bevorzugen Eigenmarken, die bis 2025 um 6% im Umsatz gestiegen sind. Der Umsatzanteil dieser Eigenmarken liegt mittlerweile bei fast 30%, ein Zeichen dafür, dass die Verbraucher zunehmend nach günstigeren Alternativen suchen.

Der Preisabstand zwischen Markenartikeln und Eigenmarken wird immer größer. Kunden greifen häufig nur zu Markenprodukten, wenn sie im Sonderangebot sind. Souque äußert sich enttäuscht über die Wahrnehmung, dass Rewe teurer sei als seine Mitbewerber Lidl oder Aldi. Tatsächlich sind die Preise in den Rewe-Märkten zwischen März 2025 und März 2026 nur um 1% gestiegen. Dies steht im Gegensatz zu den Preiserhöhungen bei Markenprodukten wie Lindt, Mondelez, Nestlé und Mars.

Umsatzentwicklung und Marktstrategien

Die Rewe-Gruppe konnte ihre Gesamtumsätze im Jahr 2025 um 4% auf 100,4 Milliarden Euro steigern. Innerhalb dieses Rahmens wuchs die Supermarktkette Rewe um 3%, Penny um 0,7% und selbstständige Rewe-Kaufleute sogar um 7%. Die Touristiksparte Dertour erfreute sich gar eines Wachstums von 18%. Dennoch musste der Konzern einen Rückgang des Jahresüberschusses auf 525 Millionen Euro hinnehmen, was im Vergleich zum Vorjahr eine Halbierung darstellt. Dieser Rückgang wird unter anderem mit Investitionen in Rabatt-Apps begründet, die mittlerweile von 18 Millionen Menschen genutzt werden.

Im Jahr 2025 zählte Rewe zwei Milliarden Kunden – 48 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Mit rund 3.800 Filialen in Deutschland und einem Beschäftigungsumfang von 272.000 Menschen zeigt sich, dass die Rewe-Gruppe nicht nur in der Lebensmittelbranche, sondern auch als Arbeitgeber eine bedeutende Rolle spielt.

Trends im Lebensmitteleinzelhandel

Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel ist einem rasanten Wandel unterworfen. Wichtige Veränderungen sind der Aufstieg von Retail Media, die beschleunigte Digitalisierung sowie die Stärkung von Eigenmarken. Einzelhändler müssen ihre Geschäftsmodelle überdenken, um den steigenden Kundenerwartungen und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Der Markt entwickelt sich zunehmend von volumen- und margenorientiert zu datengestützt und erlebnisorientiert.

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Sechs prägende Trends bis 2026 sind Retail Media, Eigenmarken, Automatisierung und KI, Click-and-Collect, Nachhaltigkeit und datengestützte Kundenbindung. Der Markt für Click-and-Collect wächst rasant, und immer mehr Konsumenten nutzen dieses Modell, was die Investitionen in Abholinfrastrukturen bei Supermärkten fördert. Gleichzeitig treiben neue Gesetze und das wachsende Bewusstsein der Verbraucher für Nachhaltigkeit die Branche voran. Bis 2030 müssen Verpackungen zu 100% rezyklierbar sein, und Supermärkte streben eine CO2-Neutralität zwischen 2045 und 2050 an.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Veränderungen im Lebensmitteleinzelhandel Rewe und seine Mitbewerber vor neue Herausforderungen stellen. Die Notwendigkeit zur Verbesserung der Einzelhandelsleistung ist offensichtlich, und es ist entscheidend, dass Einzelhändler sich anpassen und in kontinuierliche Verbesserung investieren. Mit der richtigen Strategie kann Rewe weiterhin an der Spitze bleiben und die sich wandelnden Bedürfnisse der Verbraucher erfüllen. Ein spannendes Kapitel der Branche steht bevor!