Zukunft gestalten: Psychische Gesundheit von Kindern im Fokus in Can Tho
In der Stadt Can Tho wird fleißig an der Zukunft unserer Kinder gearbeitet – und das nicht nur im Verborgenen. Am 24. Mai fand die Eröffnung eines spannenden Lehrgangs statt, der sich dem Schutz und der Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern widmet. Das Gesundheitsamt der Stadt hat dazu in Kooperation mit UNICEF Vietnam und weiteren Partnern einen Kurs ins Leben gerufen, der darauf abzielt, Eltern und Betreuungspersonen mit wertvollem Wissen und praktischen Fähigkeiten auszustatten. Herr Nguyen Thanh Tuan, stellvertretender Direktor des Gesundheitsamtes, eröffnete die Veranstaltung mit einer inspirierenden Rede und unterstrich die Bedeutung dieses Ausbildungsprogramms. Schließlich steht die kindliche Entwicklung im Fokus, und das nicht nur in Vietnam, sondern weltweit.
Der Lehrgang ist Teil des Projekts „Kinderfreunde der Provinz Soc Trang (ehemals) 2022-2026“ und bringt Kursleiter aus verschiedenen Bereichen zusammen. Dr. Ngo Thi Thanh Mai, eine erfahrene Dozentin von der Vietnamesischen Frauenakademie und Expertin bei UNICEF, stellte die Inhalte vor. Es geht darum, Kompetenzen zu schulen, damit die Teilnehmer als Schlüsselfiguren in der Kommunikation und Anleitung von Eltern agieren können. Eine echte Herausforderung, aber auch eine riesige Chance, um Missbrauch, Gewalt und Ausbeutung von Kindern zu bekämpfen.
Die Rolle von UNICEF
UNICEF ist nicht nur in Vietnam aktiv; die Organisation spielt eine zentrale Rolle bei der Unterstützung von Kindern und Familien weltweit. Die Partnerschaften, die UNICEF auf globaler, nationaler und lokaler Ebene eingeht, sind entscheidend für die Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs). Diese Ziele sind nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern erfordern das Handeln jedes Einzelnen. Im Jahr 2019 konnte UNICEF auf sagenhafte 281 humanitäre Krisen in 96 Ländern reagieren und Millionen von Kindern den Zugang zu Bildung, sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ermöglichen. Das ist beeindruckend, oder?
In Deutschland wird UNICEF besonders unterstützt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist ein zentraler Partner, und die Zusammenarbeit zwischen BMZ und UNICEF wurde seit 2013 deutlich ausgeweitet. Deutschland ist der zweitgrößte Beitragspartner von UNICEF, was zeigt, wie ernst es uns mit der Verbesserung der Lebensbedingungen für Kinder weltweit ist. Im Jahr 2021 stellte Deutschland über 70 Millionen Euro ungebundenen freiwilligen Kernbeitrag zur Verfügung – ein gewaltiger Anstieg im Vergleich zu den 10 Millionen Euro im Jahr 2016. Da kann man nur den Hut ziehen!
Gemeinsam stark für unsere Kinder
Die Bemühungen, die psychische Gesundheit von Kindern zu fördern und sie vor Gewalt zu schützen, sind ein Teil eines größeren Ganzen. Besonders in Krisen- und Konfliktsituationen, wie wir sie in vielen Teilen der Welt erleben, ist es umso wichtiger, dass Kinder nicht nur überlebenswichtige Hilfe erhalten, sondern auch Zugang zu Bildung und psychosozialer Unterstützung. In Ländern wie Syrien oder im Rohingya-Lager in Bangladesch wird dieser Ansatz verfolgt, um Kinder nachhaltig zu stärken und ihnen eine Perspektive zu geben.
Ein Großteil der BMZ-Mittel fließt in Programme, die darauf abzielen, Menschen in Krisensituationen zu helfen, aber auch langfristige Entwicklungsziele zu fördern. Die Verbindung von kurzfristigen Hilfsmaßnahmen mit langfristigen Projekten ist der Schlüssel zu einem nachhaltigen Erfolg. Und genau das ist es, was wir brauchen: eine Welt, in der jedes Kind die Chance hat, in Sicherheit und mit Zugang zu Bildung aufzuwachsen.
Wir stehen also vor der Herausforderung, nicht nur hier in Cham, sondern in der gesamten Welt aktiv zu werden und das Leben der Kinder zu verbessern. Und mit solchen Initiativen wie dem Ausbildungsprogramm in Can Tho wird ein wichtiger Grundstein gelegt. Man kann nur hoffen, dass dieser positive Trend anhält und noch viele weitere Programme folgen werden, die das Wohl unserer Kinder in den Mittelpunkt stellen.
