Die stillen Wächter der Meere: Cu Lao Cham und die Rettung der Seegraswiesen
Heute ist der 22.06.2026, und hier in Cham dreht sich alles um die faszinierenden Seegraswiesen des Naturschutzgebiets Cu Lao Cham. Herr Le Vinh Thuan, stellvertretender Direktor des Gebiets, hat kürzlich spannenden Neuigkeiten aus Felduntersuchungen zu berichten. In Zusammenarbeit mit Experten des Reservats und Dr. Nguyen Van Long vom Institut für Ozeanographie wurde das Areal unter die Lupe genommen, und die Ergebnisse sind vielversprechend.
Früher war Cu Lao Cham Heimat für fünf Hauptarten von Seegras, darunter Neem, Einfacher Neem, Federgras, Dreizackiger Schnittlauch und Rundblättriger Schnittlauch. Diese Wasserpflanzen sind nicht nur hübsch anzusehen, sie sind auch echte Helden im Kampf gegen den Klimawandel, indem sie CO₂ absorbieren und langfristig speichern. Außerdem bieten sie Lebensraum für viele Meeresorganismen, einschließlich gefährdeter Arten wie Meeresschildkröten. Man könnte sagen, sie sind die stillen Wächter der Meere.
Die Bedeutung der Seegraswiesen
Die Überwachungsdaten für die Jahre 2021 bis 2025 zeigen, dass im gesamten Gebiet eine durchschnittliche Seegrasbedeckung von 9,2 % bis 14,55 % herrscht. Besonders auffällig sind die Gebiete Bai Bac und Bai Nan, wo sich die größten Seegraswiesen befinden. In Bai Bac wurde eine stabile Bedeckung von rund 35 % festgestellt – das ist ziemlich beeindruckend! Ganz anders sieht es in Bai Nan aus, wo die Bedeckung stark schwankt. Da gab es 2021 und 2024 Höchstwerte von 25 %, aber in den Folgejahren ist sie auf 13 % gefallen. Es ist ein ständiger Kampf, das Gleichgewicht hier zu halten.
Diese Seegraswiesen breiten sich über mehr als 15 Hektar aus und stehen in direkter Verbindung mit dem Lebensunterhalt der lokalen Bevölkerung. Herr Le Vinh Thuan ist überzeugt, dass die Nutzung von Seegras als Ansatz für CO₂-Zertifikate vielversprechend ist. Ein Pilotprojekt zur Wiederherstellung dieser Wiesen wird vom WWF in Vietnam von 2025 bis 2027 finanziert. Man darf gespannt sein, wie sich diese Initiative entwickeln wird.
Herausforderungen und Lösungen
Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Die Störungen durch Schnellboote sind ein großes Problem, das die Regeneration der Seegraswiesen behindert. Daher wird empfohlen, den Schiffsverkehr neu zu planen und Ankerverbotszonen einzurichten. Proaktive Projekte zur Lebensraumwiederherstellung sind essenziell, um das grüne Kohlenstoffpotenzial zu steigern und die Biodiversität zu schützen. Ein international standardisiertes Messsystem für Kohlenstoffbindung könnte hier helfen, die Erfolge klar zu dokumentieren.
Wusstet ihr, dass Vietnam in der Region die dritthöchste Artenvielfalt an Seegras aufweist, direkt nach Australien und den Philippinen? Das ist doch ein Grund zur Freude! Die Sedimentschichten in Cu Lao Cham, die eine Dicke von 5–10 cm erreichen, fungieren als Kohlenstoffreserve. Hier steckt also noch viel Potenzial, das wir nutzen können.
Die Stabilisierung des Meeresbodens steht ganz oben auf der Prioritätenliste – zusammen mit der Verringerung des Tourismusdrucks. Es ist ein Balanceakt, der viel Planung und Weitsicht erfordert. Aber mit der richtigen Strategie und der Unterstützung der Gemeinschaft könnte Cu Lao Cham ein Vorbild für den Schutz von Seegraswiesen und damit für den Erhalt eines wertvollen Ökosystems werden. Wer weiß, vielleicht wird diese Region bald zum leuchtenden Beispiel für nachhaltigen Tourismus und Umweltschutz. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln!
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