In der Provinz Khanh Hoa, wo die Wellen sanft gegen die Küsten klatschen und der Wind die Geschichten der Cham-Kultur erzählt, kündigt sich ein ganz besonderes Ereignis an. Das Festival, das den traditionellen Werten des Cham-Volkes gewidmet ist, wird Ende Juni 2026 stattfinden. Die Sitzung des Lenkungsausschusses für das Festival, organisiert vom Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus in enger Zusammenarbeit mit dem Volkskomitee der Provinz, hat bereits kräftig Impulse gegeben. Und das Ziel? Es geht um viel mehr als nur Feierlichkeiten – es geht um Ehrung, Bewahrung und die Förderung der faszinierenden Kultur der Cham innerhalb des großen Mosaiks der vietnamesischen Identität.
Die Vorfreude ist spürbar, denn Delegationen aus sieben verschiedenen Provinzen und Städten, darunter das pulsierende Ho-Chi-Minh-Stadt und das ruhige Gia Lai, werden erwartet. Die Hauptaktivitäten des Festivals finden auf dem Platz und am Denkmal des 16. April statt. Hier wird am 26. Juni um 20:00 Uhr die Eröffnungszeremonie mit einem künstlerischen Programm unter der Leitung des Volkskünstlers Minh Thông stattfinden. Es wird ein Fest für die Sinne, das mit den traditionellen Festen und kulturellen Ritualen des Cham-Volkes aufwartet.
Kulturelles Erbe und Kunsthandwerk
Ein Highlight wird die Möglichkeit sein, in die Welt des Cham-Kunsthandwerks einzutauchen. Einheimische sowie Touristen können die kulturellen Ausstellungsräume besuchen und in die Kunst der Brokatweberei oder Töpferei eintauchen. Ausstellungsstände mit einer Fläche von 63 m² pro Stand bieten eine Plattform zur Entdeckung typischer Kulturprodukte der Region. Das wird ein Fest für die Augen und die Sinne! Und ganz besonders aufregend wird der Multimedia-Kunstinstallationsraum mit dem Thema „Cham-Kultur – Konvergenz und Verbreitung“, der die Besucher in die Tiefen der Cham-Traditionen und deren Einflüsse eintauchen lässt.
Ein Workshop zur „Erhaltung und Förderung der kulturellen Werte der Cham in Verbindung mit nachhaltiger Tourismusentwicklung“ bietet eine Plattform für den Austausch von Ideen. Hier wird diskutiert, wie das ethnische Erbe bewahrt werden kann, ohne die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Region zu vernachlässigen. Sport und Volksspiele wie 7er-Fußball, Volleyball und Tauziehen sorgen dafür, dass auch die sportlichen Talente nicht zu kurz kommen. Und das ist noch nicht alles: Ein Wettbewerb für kommunale Tourismuskompetenzen wird die Vertreter der tourismusbezogenen Gemeinschaften auf die Bühne bringen, um die kulturellen Werte und Reiseziele zu präsentieren.
Rituale und Traditionen der Cham
Während man in Khanh Hoa die Cham-Kultur erlebt, werfen die Traditionen der Cham-Gemeinschaft in der Provinz Ninh Thuan einen faszinierenden Blick auf ihre tiefverwurzelten Bräuche. Feste wie Yuer Yang, Kate und Cambur sind nicht nur Feierlichkeiten; sie sind das Herzstück des Glaubens und der immateriellen Werte der Cham. In den Champa-Türmen im South Central Vietnam finden diese Festlichkeiten statt, wo Würdenträger wie Po Acar Zeremonien durchführen, die das feierliche Öffnen des Turms und das Baden der Götterstatue beinhalten. Es ist ein Schauspiel, das die Seele berührt!
Besonders das Kate Festival, das im Oktober gefeiert wird, ist ein Moment des Gedenkens an Helden und verstorbene Familienmitglieder. Hier kommen Tradition und Gemeinschaftsgefühl zusammen, und die Feste ziehen sowohl Einheimische als auch Touristen an. Sie stärken nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern fördern auch die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Region. Und so bleibt das Erbe der Cham lebendig, voller Farben und Klänge, die von Gesang, Tanz und Trommeln begleitet werden.
Das bevorstehende Festival in Khanh Hoa wird somit nicht nur eine Feier der Kultur, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Bewahrung und Förderung des reichen Erbes der Cham. Mit einem Blick auf die Traditionen, die in den Herzen der Menschen lebendig sind, wird es eine Gelegenheit sein, die Cham-Kultur in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben. Wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist!