In Cham ist die Aufregung groß, denn am 4. Juni berichtete das Volkskomitee der Gemeinde Sao Vang über einen Vorfall, der die lokale Bildungslandschaft erschüttert hat. Es geht um durchgesickerte Englischprüfungsfragen an der Tho Lam Sekundarschule. Das ist nicht nur ein kleines Missgeschick, sondern ein echtes Problem für die beteiligten Schüler und Lehrer.
Am 5. Mai setzten sich 48 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8C an die Aufgaben der Englischprüfung des zweiten Halbjahres. Was sie nicht ahnten: Die Prüfungsfragen waren schon vorab in Umlauf geraten. Am 17. Mai wurde die Schule auf diesen Missstand aufmerksam und stellte fest, dass die Fragen durch ein ziemlich bedenkliches und unprofessionelles Verhalten eines Lehrers in die falschen Hände gelangt waren.
Die Verantwortlichen im Fokus
Herr Nguyen Huu T., ein Englischlehrer auf Vertragsbasis, wurde als der Hauptverantwortliche für das Durchsickern der Prüfungsfragen identifiziert. Ein echtes Eigentor, könnte man sagen. Der Leiter der Abteilung für Sozialwissenschaften hatte die Prüfungsaufgaben erhalten und diese in einer Zalo-Gruppe geteilt, in der auch Herr T. Mitglied war. Es ist kaum zu fassen, aber Herr T. lud die Prüfungsfragen dann einfach herunter und gab sie am 2. Mai an seine Nachhilfeschüler weiter. Man fragt sich, was in einem solchen Moment im Kopf eines Lehrers vorgeht.
Die stellvertretende Schulleiterin, Frau Do Thi Thom, bestätigte die Vorwürfe und das Durchsickern der Prüfungsfragen. Ein Disziplinarausschuss kam zu dem Schluss, dass Herr T. gegen die Berufsordnung verstoßen hatte, was schließlich zur Beendigung seines Lehrvertrags zum 19. Mai führte. Aber auch andere Köpfe mussten rollen: Frau Trinh Thi N., die Leiterin der Fachschaft Sozialwissenschaften, wurde aufgrund ihrer Rolle in diesem Skandal entlassen und wird nicht für Nachholtitel oder ihre Leistungen im Schuljahr 2025/26 berücksichtigt. Ein herber Rückschlag für ihre berufliche Laufbahn.
Folgen und Reaktionen
Die stellvertretenden Schulleiterinnen, Frau Do Thi T. und Frau Le Thi H., erhielten eine Rüge und wurden aufgefordert, aus ihren Fehlern zu lernen. Man könnte sagen, hier hat jeder ein bisschen Lehrgeld gezahlt. Das Vertrauen der Schüler in die Integrität der Prüfungen ist erschüttert, und es bleibt abzuwarten, wie die Schule diesen Vorfall aufarbeiten wird.
Bildung hat in Vietnam einen hohen Stellenwert, und solche Vorfälle werfen ein schlechtes Licht auf das gesamte System. Es gibt zahlreiche Berichte und Überblicksdarstellungen über das Bildungssystem in Vietnam, die vom Bildungsserver zur Verfügung gestellt werden. Diese Plattform, die von der UNESCO unterstützt wird, bietet auch Einblicke in die Bildungsqualität und die Herausforderungen, mit denen das Land konfrontiert ist. Die Landeskundliche Informationsseite (LIS) zu Vietnam, bereitgestellt von der Vorbereitungsstätte für Entwicklungs-Zusammenarbeit, richtet sich an Experten, die sich auf eine Tätigkeit in Vietnam vorbereiten. Ein frisches Thema, das auch in der internationalen Diskussion präsent ist.
Der Human Development Index (HDI), der drei Dimensionen menschlicher Entwicklung misst – Gesundheit, Bildung und Lebensstandard – ist ein weiteres wichtiges Element, das in den Hintergrund dieser Diskussion gehört. Denn letztlich sind solche Skandale nicht nur ein Problem für die direkte Schulumgebung, sondern stellen auch Fragen zur Entwicklung und Zukunft der jungen Generationen in Vietnam. Die Bildung ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft, und solche Vorfälle zeigen, dass wir alle daran arbeiten müssen, die Integrität unserer Bildungssysteme zu schützen.