Heute, am 26. Mai 2026, wird im Landkreis Berchtesgadener Land ein ganz besonderes Augenmerk auf die Biotonne gelegt. Anlässlich des Tags der Biotonne finden umfassende Kontrollen und Aufklärungsaktionen statt. Das Ziel? Die richtige Mülltrennung fördern und wertvolle Nährstoffe im Kreislauf zu halten. Denn, wie viele von uns sicherlich schon einmal bemerkt haben, gelangen zunehmend Plastik und andere Störstoffe in die Biotonnen. Das gefährdet die Verwertung und damit auch die Qualität des Komposts, den wir so dringend brauchen.
Ab sofort werden die Biotonnen im gesamten Landkreis strenger kontrolliert. Und das ist auch gut so! Müllwerker werden die Tonnen genauer unter die Lupe nehmen, wobei die Aufklärung im Vordergrund steht. Bei groben Fehlbefüllungen gibt’s dann die Konsequenz: Die Tonne bleibt ungeleert und wird mit einem Infoaufkleber markiert. Die Bürger haben dann die Möglichkeit, entweder nachzusortieren oder eine gebührenpflichtige Sonderleerung als Restabfall zu beauftragen. Ein kleiner, aber wichtiger Schritt, um die Umwelt zu schützen und gleichzeitig die eigene Tonne sauber zu halten.
Wertvolle Nährstoffe erhalten
Es ist erstaunlich, was wir alles in der Biotonne entsorgen können. Küchen- und Gartenabfälle, die dort gesammelt werden, verwandeln sich in natürlichen Dünger. Doch die Falschentsorgung, insbesondere von Küchenabfällen im Restmüll, führt zum Verlust wertvoller Nährstoffe. Ein weiteres Problem sind die Fremdstoffe, vor allem Plastiktüten und Verpackungen, die immer häufiger in den Biotonnen landen. Kompostierbare Plastiktüten sind nicht die Lösung, denn sie verrotten nicht schnell genug und hinterlassen Rückstände. Hier sind die Bürger gefragt: Plastik aus der Bioabfallsammlung verbannen und stattdessen Zeitungspapier oder Papiertüten verwenden!
Wussten Sie, dass die Bioabfallverordnung (BioAbfV) seit 1998 klare Regeln für die Verwertung von Kompost und Gärresten festlegt? Sie definiert Grenzwerte für Schwermetalle und sorgt dafür, dass die Qualität der Produkte sich im Laufe der Jahre verbessert hat. Zwischen 1999 und 2002 wiesen Gärreste und Kompost höhere Nährstoffgehalte und weniger schädliche Stoffe wie Blei, Quecksilber und Cadmium auf als in den frühen 90er Jahren. Das ist doch ein Lichtblick, nicht wahr?
Ein Blick auf die Vorschriften
Die Bioabfallverordnung, die auf dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz basiert, legt zudem Anforderungen an die Hygiene von Komposten und Gärresten fest. Bioabfälle, die biologisch abbaubar sind, müssen vor der Aufbringung hygienisierend behandelt werden, um sicherzustellen, dass sie unbedenklich sind. Auch die Kontrolle der Fremdstoffe ist wichtig, denn zu viele unerwünschte Teile, wie Folienschnipsel oder Glasscherben, sind in der Acker- und Blumenerde nicht willkommen. Die Vorgaben sind klar: Verformbare Kunststoffe dürfen in der Trockensubstanz nur bis zu 0,1 Massenprozent ausmachen, andere Fremdstoffe maximal 0,4 Massenprozent. Das schützt nicht nur die Böden, sondern auch die Pflanzen und das gesamte Ökosystem.
In der heutigen Zeit, wo die Umweltbelastung durch Plastik ein immer größer werdendes Thema ist, sind diese Maßnahmen unerlässlich. Die Bürger können sich über die BGL-Abfall App und die Website des Landratsamts weiter informieren und Unterstützung holen. Tipps zur Minimierung von Gerüchen und Fliegenmaden in der Biotonne gibt es auch: Die Tonne sollte schattig stehen und der Deckel stets geschlossen sein. Einfache Maßnahmen, die viel bewirken können!
Wenn wir alle unseren Teil dazu beitragen, die Biotonne richtig zu befüllen, profitieren nicht nur wir, sondern auch unsere Umwelt. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Biotonnen im Berchtesgadener Land blühen und gedeihen, anstatt von Plastik und Störstoffen belastet zu werden!