In der Woche vor den Pfingstferien wurde in Bayreuth ein bemerkenswertes Kinderbuchprojekt ins Leben gerufen. Der Rotaract Club Bayreuth, eine engagierte Jugendorganisation, hat es sich zur Aufgabe gemacht, über 1.000 Kindern ein eigenes Buch zu schenken. Das ist nicht nur eine schöne Geste, sondern auch ein bedeutender Schritt in Richtung Leseförderung und Zugang zu Literatur für Kinder, die oft wenig oder gar nicht mit Büchern in Berührung kommen.

Die Mitglieder des Clubs haben sich nicht nur um das Schreiben, sondern auch um die Illustration und das Layout des Buches gekümmert. Man kann sich vorstellen, wie viel Herzblut in diese kreativen Prozesse geflossen ist – und das ganz ehrenamtlich! Die Finanzierung der Druckkosten wurde vollständig durch Spendengelder sichergestellt, was zeigt, wie stark die Gemeinschaft hinter diesem Projekt steht. Mit einer Auflage von 2.000 Stück haben die Rotaracter ein echtes Zeichen gesetzt.

Vorlesen und Verschenken – Ein Erlebnis für Kinder

In über 20 ersten und zweiten Klassen an Bayreuther Grundschulen lasen die Mitglieder des Clubs aus dem frisch gedruckten Kinderbuch vor und überreichten jedem Kind ein Exemplar. Dabei strahlten nicht nur die Gesichter der Kinder, sondern auch die der Vorleser, die die Begeisterung für Geschichten und das Lesen weitergeben wollten. Und selbst Grundschulen, die kein Vorlesen in Anspruch nahmen, erhielten Bücher – damit wirklich kein Kind leer ausgeht!

Das Projekt zielt darauf ab, den Kindern Freude am Lesen und an Geschichten zu vermitteln. Viele dieser kleinen Leser besitzen zuhause kaum oder keine eigenen Bücher und erleben es selten, dass ihnen vorgelesen wird. In einer Zeit, in der die Lesekompetenz bei vielen Schülern im Sinkflug ist, ist es wichtiger denn je, solche Initiativen zu unterstützen. Vor allem, weil laut der IGLU-Studie 2023 jeder vierte Schüler der vierten Klasse in Deutschland unter dem internationalen Mindeststandard im Lesen liegt. Das ist besorgniserregend!

Ein Teil der rotarischen Familie

Der Rotaract Club Bayreuth ist nicht nur ein lokaler Akteur; er ist Teil der rotarischen Familie, die sich seit vielen Jahren für soziale Projekte, sowohl lokal als auch international, engagiert. Unter dem Motto „Lernen – Helfen – Feiern“ haben sie sich eine abwechslungsreiche Agenda auf die Fahnen geschrieben. Und in diesem Jahr wird das 40-jährige Bestehen des Clubs mit einem festlichen Abend und einem vielseitigen Rahmenprogramm gefeiert! Wer mehr darüber erfahren möchte, findet alle Informationen auf der Webseite des Clubs.

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Die Präsidentin für 2025/26, Paul, und die anderen Mitglieder freuen sich immer über Gäste bei ihren Meetings. Die Termine sind im Kalender des Clubs zu finden und laden dazu ein, Teil dieser dynamischen Gemeinschaft zu werden.

Die große Leseförderung

Das Kinderbuchprojekt ist Teil der bundesweiten Rotaract-Aktion „Lust auf Lesen“, die darauf abzielt, die Lesekompetenz, die Lesehäufigkeit und die Lesefreude bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Angesichts der alarmierenden Statistiken über Analphabetismus und die Lesefähigkeit in Deutschland ist es essenziell, dass hier gegengesteuert wird. Die Ursachen für die abnehmende Lesekompetenz sind vielfältig: Sprachbarrieren, große Lerngruppen, frühzeitige Schulabbrüche und Ausfälle durch die COVID-19-Pandemie sind nur einige der Herausforderungen, die bewältigt werden müssen.

Mit Projekten wie „Lust auf Lesen“ will man nicht nur auf die Problematik aufmerksam machen, sondern auch aktiv Lesemöglichkeiten schaffen. Das Ziel ist es, 100 Klassen in Deutschland mit passenden Büchern auszustatten. Solche Initiativen sind nicht nur wichtig, sie sind unerlässlich für die Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft.