Am 23. April 2026 fand in den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Bayreuth eine eintägige Qualifizierung zum Programm „Erlebnis Bauernhof“ statt, an der 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Wissen erweiterten. Organisiert wurde die Veranstaltung von den engagierten Fachleuten Stephanie Schmid (AELF Bayreuth-Münchberg), Marcel Lorz (AELF Bamberg) und Kristin Ditterich (AELF Coburg-Kulmbach). Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Herkunft von Lebensmitteln praxisnah und altersgerecht an Schulklassen zu vermitteln.

Die Teilnehmer erhielten nicht nur wertvolle Einblicke in die rechtlichen und hygienischen Grundlagen der Landwirtschaft, sondern lernten auch, wie sie didaktische und methodische Ansätze zur Gestaltung von Lernprogrammen umsetzen können. Besonders anschaulich wurde es, als Johannes Kempf vom Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte praxisnahe Einblicke in ein bestehendes Lernprogramm gab. Ein Highlight der Veranstaltung war die praktische Übung, bei der die Teilnehmer Sahne zu frischer Butter schüttelten und diese mit selbst hergestelltem Kräutersalz verkosteten. Die Qualifizierung bot eine Fülle an Ideen und Impulsen, die die Teilnehmer in ihren eigenen Betrieben umsetzen können.

Einblicke in die Welt der Landwirtschaft

Das Programm „Erlebnis Bauernhof“ zielt darauf ab, das Verständnis für regionale Lebensmittel und die Arbeit in der Landwirtschaft bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Bauernhöfe sind dabei nicht nur Lernorte, sondern auch Orte des Erlebens. Attraktionen wie Spielscheunen, Strohhüpfburgen, Spielplätze und Tiere ziehen besonders die jüngsten Besucher an. Die Farms bieten eine Kombination aus Erlebnis, Spaß und spielerischer Pädagogik, die das Interesse der Kinder weckt.

Zusätzlich zu den Angeboten für Kinder werden auch gezielte Programme für Erwachsene entwickelt. Diese reichen von der Zubereitung traditioneller Gerichte über Kräuterführungen bis hin zu Besichtigungen von Bauerngärten. Einige Höfe spezialisieren sich sogar auf kulturelle Veranstaltungen, indem sie leerstehende Scheunen für verschiedene Events nutzen. Kindergeburtstage auf Bauernhöfen entwickeln sich zunehmend zu besonderen Ereignissen, die unvergessliche Erinnerungen schaffen.

Nachhaltiges Lernen auf dem Bauernhof

Bauernhofpädagogik hat das klare Ziel, den Bezug zur Landwirtschaft wiederherzustellen. Viele Kinder kennen Nutz- und Haustiere lediglich von Bildern und wissen oft nicht, wie Lebensmittel tatsächlich produziert werden. Durch direkte Sinneserfahrungen auf dem Bauernhof können sie motorische, handwerkliche und soziale Fähigkeiten erweitern und lernen, Verantwortung im Umgang mit Tieren zu übernehmen. Die Zusammenarbeit mit anderen Kindern und die Reaktionen der Tiere fördern zudem soziale Kompetenzen.

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Auf den Bauernhöfen können Kinder nicht nur lernen und entdecken, sondern auch aktiv forschen, füttern, ausmisten, pflanzen, buddeln, klettern und rennen. Die Angebote sind dabei auf unterschiedliche Schularten und Klassenstufen angepasst, wobei oft das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zugrunde liegt. So erwerben die Schülerinnen und Schüler wertvolle Gestaltungskompetenzen in ökologischen, ökonomischen und sozial-kulturellen Bereichen.

Zusätzlich sind Bauernhöfe auch für Zielgruppen jenseits der Schule von Interesse. In Bauernhofkindergärten können bereits die Kleinsten erste Erfahrungen mit der Natur sammeln. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof (BAGLoB) agiert als Dachverband für zahlreiche pädagogische Initiativen und Projekte, die sich an alle Altersgruppen richten. So wird deutlich, dass die Bauernhofpädagogik nicht nur eine Brücke zwischen Stadt und Land schlägt, sondern auch einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigen Bildung leistet.