In der beschaulichen Stadt Bayreuth hat die Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt einen besorgniserregenden Anstieg von Diebstählen an E-Bike- und Pedelec-Displays verzeichnet. Betroffene berichten von gestohlenen Displays ihrer Fahrräder, was nicht nur ärgerlich, sondern auch kostspielig sein kann. E-Bike-Displays sind schließlich teuer und lassen sich ohne Werkzeug in Windeseile abmontieren. Die Diebe nutzen die kurzen Momente, in denen die Räder unbeaufsichtigt stehen, gezielt aus.
Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt die Polizei, das Display stets abzunehmen, auch wenn man nur für kurze Zeit das Rad abstellt. Besonders Besitzer hochwertiger E-Bikes sollten ernsthaft über den Einbau eines GPS-Senders nachdenken. Dieser ermöglicht nicht nur die Ortung im Diebstahlfall, sondern bietet auch einen Ansatz für Ermittlungen. Die Diebe scheinen vor allem Modelle mit abnehmbaren Displays ins Visier zu nehmen, während normale Fahrradschlösser das Fahrrad selbst schützen, jedoch nicht das Display.
Präventive Maßnahmen gegen E-Bike-Diebstahl
Bei einem Diebstahl des Displays sollten Betroffene unverzüglich Anzeige bei der Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt erstatten. Öffentlich gibt die Polizei keine Angaben zu möglichen Hinweisen auf die Täter, jedoch rät sie dazu, bei verdächtigen Beobachtungen direkt Kontakt aufzunehmen.
In Deutschland werden jährlich rund 245.000 Fahrräder gestohlen, was zu Rekordschäden von 160 Millionen Euro führt. Die Aufklärungsquote für Fahrraddiebstähle liegt erschreckend unter 10 Prozent. E-Bikes sind besonders gefährdet, da professionelle Diebesbanden gezielt hochwertige Modelle stehlen. Ein einzelnes Schloss ist oft nicht ausreichend, weshalb eine umfassende Schutzstrategie empfohlen wird.
Die Vier-Schichten-Strategie
Um sich gegen Diebstahl abzusichern, sollten E-Bike-Besitzer eine Vier-Schichten-Strategie in Betracht ziehen:
- Hochwertiges Schloss (oder zwei)
- GPS-Tracker
- E-Bike-Versicherung
- Richtiges Verhalten
Wichtig ist, dass 70 Prozent der Diebstähle am Wohnort geschehen, oft in Kellern oder Garagen. Stiftung Warentest hat das ABUS Granit Super Extreme 2500 mit „Sehr gut“ ausgezeichnet, was für ein Preis von 287 bis 300 Euro erhältlich ist. Empfohlene Schlösser sind unter anderem das ABUS Granit X-Plus 540 (85–120 €), das Decathlon 920 Art3 Kettenschloss (60 €) und das ABUS Bordo Granit X-Plus 6500 Faltschloss (100–140 €). Eine Kombination aus Bügelschloss und Kettenschloss wird empfohlen.
Finanzielle Aspekte und Verhaltenstipps
Ein GPS-Tracker kann die Wiederbeschaffungsrate eines gestohlenen E-Bikes auf etwa 80 Prozent erhöhen. Die Preise für GPS-Tracker variieren, beispielsweise kostet der PowUnity BikeTrax 199 € plus 3,95 €/Monat. Eine E-Bike-Versicherung wird ab einem Wert von 1.500 Euro empfohlen, da viele Hausratversicherungen oft nicht ausreichend sind. Für eine E-Bike-Versicherung mit einem Wert von 3.000 Euro müssen Besitzer mit jährlichen Kosten von etwa 75–150 € rechnen.
Besitzer sollten immer darauf achten, ihr E-Bike an einem festen Gegenstand anzuschließen und den Akku mitzunehmen. Häufige Fehler sind, nur das Rahmenschloss zu nutzen, billige Schlösser zu verwenden oder das E-Bike nicht an einem festen Gegenstand zu sichern. Die Gesamtkosten für eine umfassende Schutzstrategie belaufen sich im ersten Jahr auf etwa 434–509 € für ein 3.000-Euro-E-Bike.
Im Fall eines Diebstahls ist es ratsam, die Notfall-Checkliste abzuarbeiten: GPS-Tracker prüfen, Polizeianzeige erstatten, die Versicherung informieren, eine Online-Fahndung starten und Online-Marktplätze im Auge behalten. Die Kombination aller Schutzmaßnahmen ist entscheidend, um das E-Bike effektiv vor Diebstahl zu schützen.