Wie ein großes Uhrwerk hat die Champions League in dieser Saison die Kassen des FC Bayern München klingeln lassen. Der Einzug ins Halbfinale war zwar mit einer Niederlage gegen Paris Saint-Germain (PSG) verbunden, doch die finanziellen Aspekte sind alles andere als enttäuschend. Die Gesamteinnahmen für die Saison 2025/26 werden auf rund 150 Millionen Euro geschätzt, und Bayern hat bereits eine beachtliche Summe von 83,445 Millionen Euro aus dem UEFA-Prämientopf erhalten. Dazu kommen noch etwa 40 Millionen Euro aus der Wertprämie und Ticketeinnahmen aus sieben ausverkauften Heimspielen in der Allianz Arena.
In der Tat, die Einnahmen setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen: 18,62 Millionen Euro Startprämie für die Gruppenphase, 14,7 Millionen Euro für die sieben Siege dort, 11 Millionen Euro für den Einzug ins Achtelfinale, 12,5 Millionen Euro für das Viertelfinale und schließlich 15 Millionen Euro für die Halbfinal-Teilnahme. Man könnte sagen, dass Bayern mit dem Halbfinaleinzug eine Art finanzielle Lebensversicherung für das Geschäftsjahr 2025/26 abgeschlossen hat. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hat das auch so betont, besonders im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit des Klubs im Vergleich zur Premier League.
Der Weg zur finanziellen Stabilität
Die Einnahmen, die Bayern nach dem Viertelfinal-Sieg gegen Real Madrid (4:3 und 2:1) eingefahren hat, sind bereits rekordverdächtig. Und die Frage, die im Raum steht, ist: wird der Kader im Sommer verstärkt, um im nächsten Jahr wieder um den Titel zu kämpfen? Das Halbfinale brachte zwar keine 25 Millionen Euro Jackpot für den Sieger, dafür aber immerhin 18,5 Millionen Euro als Prämie für den Einzug ins Halbfinale. Ein weiterer Einblick in die finanziellen Strömungen: die Zuschauerzahlen aus sechs Heimspielen haben etwa 30 Millionen Euro in die Kassen gespült. Das ist schon eine ordentliche Hausnummer!
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, dass Bayern am 30. Mai in Budapest ins Finale einzieht – das könnte weitere 18,5 Millionen Euro bringen. Selbst ein Titelgewinn würde mit zusätzlichen 6,5 Millionen Euro belohnt werden. Die Gesamteinnahmen könnten also tatsächlich über 100 Millionen Euro liegen, wenn alles nach Plan verläuft. Aber selbst ohne den Titel bleibt Bayern ein finanzielles Schwergewicht im europäischen Fußball.
Bayern im internationalen Vergleich
In einem breiteren Kontext betrachtet, zeigt sich, dass Bayern München in den letzten zehn Jahren fast eine Milliarde Euro von der UEFA erhalten hat. Ein bemerkenswerter Betrag, der den Klub in der Champions League zu einem der umsatzstärksten Vereine macht – nur PSG hat in dieser Saison mit 144,415 Millionen Euro als Turniersieger einen noch größeren Betrag kassiert. Die neue Struktur der Champions League mit der Ligaphase hat auch zu einer Erhöhung der Preisgelder geführt. Insgesamt schüttet die UEFA in dieser Saison knapp 400 Millionen Euro mehr aus als im Vorjahr.
Die Zahlen sprechen für sich: Bayern hat in der Saison 2024/25 fast 106 Millionen Euro erhalten, während Borussia Dortmund mit knapp 700 Millionen Euro in den letzten zehn Jahren folgt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die finanzielle Landschaft in den kommenden Jahren entwickeln wird, aber eines steht fest: Bayern wird alles daran setzen, auch weiterhin im internationalen Fußball eine führende Rolle zu spielen. Das Ziel, um den Titel zu kämpfen, bleibt unerlässlich – und die finanziellen Mittel bieten dafür eine hervorragende Grundlage.