Innovative Wege zur Unkrautbekämpfung: Ein Blick in die Zukunft der Landwirtschaft in Bamberg
Heute ist der 25.06.2026 und in Bamberg hat sich ein spannendes Event abgezeichnet: der Feldtag des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Bamberg auf dem Demobetrieb Galster in Gosberg. Vor Ort ging es um nichts Geringeres als die effiziente Unkrautregulierung, ein Thema, das Landwirte und Forscher gleichermaßen beschäftigt. Unter der Leitung von Toni Körber, der die Anwesenden herzlich begrüßte, stellte Julian Schmitt den Versuchsaufbau vor, der verschiedene mechanische Verfahren zur Unkrautbekämpfung in den Mittelpunkt rückte.
Auf nährstoffreichen Böden mit guter Wasserversorgung ist die Herausforderung der Unkrautregulierung besonders groß. Das wissen die Praktiker nur zu gut. Dominik Galster, der Betriebsleiter, erläuterte bereits durchgeführte Maßnahmen auf den Parzellen und bewertete die standorttypischen Unkräuter. Doch was wäre ein Feldtag ohne die spannende Vorführung der Technik? Martin Schmitt demonstrierte den Striegel und erklärte die Feinheiten der Einstellung und Anwendungstechnik, während Andreas Ziaja die Scharhacke von Amazone Hacktechnik präsentierte. Stephan Ohlmeyer von Pöttinger brachte die Rollhacke zum Einsatz. Die Geräte wurden nicht nur vorgeführt, sondern auch lebhaft diskutiert – immer mit dem Ziel, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.
Mechanische Unkrautbekämpfung im Fokus
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Bedeutung des richtigen Einsatzzeitpunkts, der Fahrgeschwindigkeit und die Anpassung an das Kulturstadium sowie die Unkrautentwicklung und den Bodenzustand. Es ist wie beim Kochen – die Zutaten müssen zur richtigen Zeit zusammenkommen, damit das Gericht gelingt. Die Rolle des chemischen Pflanzenschutzes im integrierten Pflanzenbau wurde ebenfalls beleuchtet. Diese ganzheitliche Sichtweise ist wichtig, um die Zukunft der Landwirtschaft nachhaltig zu gestalten.
Die Anlegung von Parzellen mit reduzierter Herbizidaufwandmenge zum Vergleich zeigt, wie wichtig die Kenntnis der standorttypischen Leitunkräuter ist. Hier kommen Erkenntnisse aus der Wissenschaft ins Spiel. Studien wie die von Wilhelm und Hensel (2011) über landtechnische Lösungen zur Beikrautregulierung im Ökolandbau oder die Dissertation von Fischer (2012) zur mechanischen Unkrautkontrolle im biologischen Zuckerrübenanbau bieten wertvolle Ansätze für die Praxis. Auch Bucher (2018) hat sich mit der Entwicklung einer selektiv arbeitenden Reihenhackmaschine beschäftigt – allesamt wichtige Bausteine in der Mechanisierung der Unkrautbekämpfung.
Einblicke in die Zukunft der Landwirtschaft
Die Diskussion über automatisierte mechanische Unkrautregulierung, die Ruckelshausen (2019) in den DLG-Mitteilungen thematisiert hat, zeigt, dass die Technik nicht stehen bleibt. Man fragt sich, wo wir in ein paar Jahren stehen werden. Die Tagung „Landtechnik für Profis“ hat dazu ebenfalls interessante Perspektiven eröffnet. Die Teilnehmer waren sich einig: Um erfolgreich zu sein, braucht es nicht nur die richtige Technik, sondern auch das nötige Wissen. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich diese Technologien weiterentwickeln und was die nächsten Feldtage bringen werden.
Abschließend dankten Toni Körber und Julian Schmitt der Familie Galster und allen Beteiligten für die wertvollen Einblicke in die praktische Umsetzung der Unkrautregulierung im Mais. Ein voller Erfolg, der die Bedeutung von Innovation und Wissen in der Landwirtschaft eindrucksvoll unter Beweis stellte.
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