Sonnwendfeuer und Gemeinschaft: Ein Fest der Traditionen in Bad Tölz-Wolfratshausen
Die Sommersonnenwende, ein uralter Brauch, wird in der Region Bad Tölz-Wolfratshausen mit einem bunten Programm an Sonnwendfeuern gefeiert. Am 21. Juni, wenn die Tage am längsten sind, lodern in zahlreichen Orten die Feuer und bringen eine mystische Stimmung mit sich. Hier wird nicht nur das Licht gefeiert, sondern auch das Zusammensein, die Geselligkeit und die Freude am Leben.
Insgesamt erwarten uns in den kommenden Wochen 15 Sonnwendfeuer, die allesamt ihre ganz eigene Atmosphäre versprühen. Von traditioneller Blasmusik bis hin zu herzhaftem Gegrilltem – die Veranstaltungen bieten eine Fülle an Genüssen und Erlebnissen. Die Vorfreude auf die Feiern ist spürbar, denn sie bringen nicht nur Wärme in die kalte Nacht, sondern auch die Menschen zusammen. Es ist einfach schön zu sehen, wie jung und alt gemeinsam um das Feuer scharen, während die Flammen in den Himmel züngeln.
Die Feierlichkeiten im Detail
In Geretsried wird am 20. Juni die Egerländer Gmoi die Böhmwiese zum Leben erwecken. Ab 16 Uhr treffen sich Trachtenträger, um bei Einbruch der Dunkelheit das große Feuer zu entzünden. Die mitgebrachten Leckereien wie Kaffee, Kuchen und Gegrilltes laden zum Verweilen ein, während die Blasmusik für die nötige Stimmung sorgt.
In Egling hingegen wird der Burschenverein am gleichen Tag um 19 Uhr die Johannifeier veranstalten. Hier gibt es Hüpfburgen für die Kleinen und ein Weißbierkarussell für die Großen. Das Woidrand Echo wird die Besucher mit Musik unterhalten. Ein weiteres Highlight ist die Feier in Deining am 27. Juni, wo ab 18:30 Uhr ein großes Johannifeuer entzündet wird – das Grillgut wird sicher köstlich schmecken.
Die Freiwillige Feuerwehr in Gelting zündet das Feuer am 12. Juni, und die Jugendfeuerwehr freut sich darauf, die Flammen zu entfachen. Die Atmosphäre wird durch die Verfügbarkeit von Speisen und Getränken nur noch besser. Und für alle, die es verpassen, gibt es Ausweichtermine, die den Sommerabend noch retten können.
Traditionen und Bräuche
Die Wurzeln dieser Feierlichkeiten reichen tief in die Geschichte zurück. Schon im Mittelalter wurden Johannesfeuer entzündet, um böse Geister zu vertreiben und die kürzeste Nacht des Jahres zu feiern. Diese Tradition lebt auch heute noch – in den Tiroler Alpen beispielsweise lodern tausende von Feuerstellen, die nicht nur die Dunkelheit vertreiben, sondern auch die Herzen der Menschen erwärmen.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, wie vielfältig die Bräuche sind. In Österreich wird das Feuer in atemberaubenden Berglandschaften entzündet – in Bad Gastein und Garmisch-Partenkirchen wird die Nacht mit spektakulären Panoramen und mystischer Stimmung zum Erlebnis. Es ist eine Art, die Natur zu zelebrieren und sich mit ihr zu verbinden, was auch in unserer Region spürbar ist.
Einladung zum Feiern
Die kommenden Tage laden ein, die Sommersonnenwende in gebührendem Maße zu feiern. Egal ob in Icking, wo das Patrozinium St. Johannes der Täufer mit einem Festgottesdienst und anschließendem Johannifeuer am 20. Juni gefeiert wird, oder in Münsing, wo ab 18 Uhr die Burschen mit Musik und kulinarischen Köstlichkeiten aufwarten – die Vorfreude ist groß!
Und denkt daran, wenn ihr zu den Feuern geht, bringt gute Laune und vielleicht eine Decke mit. Die Nächte können frisch sein und das Zusammensein am Feuer wird umso schöner, wenn man es sich bequem macht. Also, lasst uns die Sommernächte genießen und die Traditionen lebendig halten!
