Heute ist der 28.05.2026 und wir blicken auf eine bemerkenswerte Person aus unserer Region, die im Oktober 2025 im Londoner Naturkundemuseum mit dem prestigeträchtigen Titel „Wildlife Photographer of the Year“ ausgezeichnet wurde. Sebastian Frölich, ein engagierter Naturfotograf aus Bad Tölz-Wolfratshausen, hat mit einem beeindruckenden Bild eines Moores in der Kategorie „Wetlands – The Bigger Picture“ die Jury überzeugt. Wer hätte gedacht, dass ein Bild von einem scheinbar unscheinbaren Moor solch eine Ehre einbringen kann?

Der Preis, der oft als „Oscar“ der Naturfotografie bezeichnet wird, wird seit 1965 jährlich verliehen und ist ein Zeichen für außergewöhnliche Leistungen in der Naturfotografie. Frölich, der ganz auf Drohnenaufnahmen verzichtet, möchte die Natur so authentisch wie möglich darstellen und Geschichten mit seinen Bildern erzählen. Bei den Fürstenfeldbrucker Naturfototagen wurde zudem eine seiner Aufnahmen prämiert, die einen Moment der Moorrenaturierung festhält. Dieses Projekt wurde von der Margarete-Ammon-Stiftung und der Heinz Sielmann Stiftung unterstützt, was die Bedeutung seines Engagements unterstreicht.

Ein Ranger mit Herz und Seele

Seit einem Jahr ist Frölich als Sommerranger im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen tätig. Es ist nicht nur ein Job für ihn, sondern eine Herzensangelegenheit. In dieser Rolle nimmt er keine Kamera mit, weil er den sensiblen Naturräumen nicht schaden möchte. Störungen zu vermeiden, ist ihm wichtiger als das Festhalten eines perfekten Bildes. Das zeigt, wie tief verwurzelt sein Engagement für den Naturschutz ist.

Frölich hat eine bewegte Karriere hinter sich. Er begann seine Fotografie-Karriere mit einer analogen Spiegelreflexkamera vor seinem zehnten Geburtstag. Durch verschiedene Berufe hat er erkannt, dass oft die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen hapert. Ein prägender Moment bei einer Fototour zu den bedrohten Birkhühnern, deren Bestände aufgrund menschlicher Störungen zurückgehen, führte ihn zur Naturfotografie. Es war nicht das perfekte Bild, das ihn faszinierte, sondern die Erkenntnis, wie wichtig Aufklärungsarbeit in unserem Umgang mit der Natur ist.

Ein unverzichtbarer Botschafter für die Natur

Sein Engagement geht über die Fotografie hinaus. Frölich ist auch ehrenamtlich in der Naturschutzwacht im Raum Garmisch aktiv. Aufträge, die mehr Schaden als Nutzen anrichten könnten, lehnt er kategorisch ab – ein Zeichen für seine Integrität und seinen Respekt gegenüber der Natur. Er möchte die Vielfalt der Natur sichtbar machen und die Kulturlandschaft im Tölzer Land ist für ihn eine Quelle der Inspiration.

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Frölichs Weg ist ein Beispiel für viele, die sich für den Schutz der Natur einsetzen. Er zeigt, dass es nicht nur um das Festhalten von Bildern geht, sondern um das Bewusstsein für die Schönheit und Zerbrechlichkeit unserer Umwelt. Man könnte sagen, er ist ein wahrer Botschafter der Natur – und das nicht nur mit seiner Kamera, sondern auch mit seiner Stimme und seinem Engagement.