Heute ist der 4.06.2026 und die Situation im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist alles andere als rosig. Die Edeka-Filialen von Kaspar März-Kastenmüller sehen sich mit einer alarmierenden Zunahme von Ladendiebstählen konfrontiert. Ja, richtig gehört! In den letzten Monaten hat sich die Zahl der Diebstähle nahezu verdoppelt. Ein Blick in die Inventur zeigt einen Verlust von mehreren Zehntausend Euro Umsatz pro Jahr – und das für nur vier Filialen: Ascholding, Bad Tölz, Lenggries und Benediktbeuern. Das klingt wie ein Albtraum für jeden Einzelhändler.

März-Kastenmüller ist gefordert, denn die Suche nach Ladendetektiven gestaltet sich schwierig – die sind nämlich, wie er berichtet, alle ausgebucht. Der Handelsverband Bayern schlägt Alarm und spricht von einer „dramatischen Entwicklung“ bei Ladendiebstählen. Besonders die hohe Dunkelziffer ist besorgniserregend. Man fragt sich, wo all die kleinen Schokoriegel und Flaschen Wein landen – und ob die Täter sich ihrer Taten überhaupt bewusst sind.

Steigende Zahlen und überraschende Produkte

Im ersten Quartal 2026 registrierte die Polizeiinspektion Geretsried bereits 22 Ladendiebstähle. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das fast eine Verdopplung, denn damals waren es nur 12 Fälle. Besonders beliebt scheinen kleine Artikel wie Lindt-Schokolade zu sein – ein Hoch auf die süßen Versuchungen, könnte man sagen! Komischerweise gibt es sogar Berichte über Vor-Ort-Verzehr. Wer hätte gedacht, dass man sich beim Einkauf auch gleich einen kleinen Snack gönnt?

In Wolfratshausen hat man diese Entwicklung zwar bisher nicht so stark wahrgenommen, doch auch hier berichten lokale Supermarktbetreiber von erheblichen Schäden. Besonders bei Alkohol und Zigaretten wird kräftig zugelangt. Die Betreiberin eines Supermarktes erzählte mir von ihren Schwierigkeiten, Diebe zu identifizieren. Viele wissen genau, was sie dürfen und wie sie unbemerkt davonkommen. Ein bisschen wie ein Spiel, nur, dass die Regeln irgendwie nicht fair sind.

Die rechtlichen Grauzonen und die Realität der Täter

Obwohl März-Kastenmüller keine generellen Rucksackverbote einführen möchte – rechtlich ist das ja nicht haltbar – setzt er auf Videoüberwachung. Verdächtige werden bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Das klingt nach einem Plan, aber die Realität sieht oft anders aus. Über 90 Prozent der Fälle werden von der Staatsanwaltschaft wegen Geringfügigkeit eingestellt. Und bei wiederholten Anzeigen, nun ja, da kann sich das Strafmaß erhöhen. Man fragt sich, ob das wirklich die passende Strategie ist. Die Polizei hat jedenfalls klargestellt, dass Zeugen einer Straftat Verdächtige bis zum Eintreffen der Polizei festhalten dürfen. Eine heikle Angelegenheit!

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Es ist beunruhigend zu sehen, wie sich die Situation entwickelt. Die Dunkelziffer der Diebstähle ist laut März-Kastenmüller schockierend – und das kann nicht einfach ignoriert werden. Der Einzelhandel steht unter Druck, und das nicht nur finanziell, sondern auch in der Frage der Sicherheit für Mitarbeiter und Kunden. Wo soll das alles hinführen? Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Gemeinschaft zusammensteht und sich dieser Herausforderung stellt, anstatt einfach wegzuschauen. Aber, wie das so oft ist, die Lösungen sind nicht immer einfach.