Am 9. Mai 2026 war es endlich so weit: Augsburg erlebte sein erstes Backyard Ultra, ein Langstreckenlaufformat, das schon seit 2019 in Deutschland bekannt ist und sich weltweit großer Beliebtheit erfreut. Unter dem Motto „Last One Standing“ versammelten sich 127 Läuferinnen und Läufer am malerischen Kuhsee, um sich der Herausforderung zu stellen. Die Atmosphäre war elektrisierend, und die Vorfreude war deutlich spürbar. Nach einer kurzen Einweisung starteten um 15 Uhr die ersten Teilnehmer auf die 6,7 Kilometer lange Runde, die durch den idyllischen Siebentischwald führte. Wer hätte gedacht, dass sich hier nicht nur Athleten, sondern auch zahlreiche Zuschauer und Unterstützer einfinden würden, um die Läufer zu motivieren und anzufeuern?

Die Organisatoren, David Meyer und Valentin Rott, beide um die 20 Jahre alt und frisch in der Finanzberatung selbstständig, hatten die Idee nach eigener Teilnahme an einem Backyard Ultra entwickelt. Sie erinnerten sich an die Gemeinschaft, die sie dort erlebten – eine Mischung aus Wettkampf und freundschaftlichem Miteinander, die sie dazu inspirierte, dieses Event in Augsburg zu realisieren. Doch die Organisation war alles andere als einfach. Genehmigungen mussten eingeholt werden, insbesondere weil die Veranstaltung in einem Naturschutzgebiet stattfand. Oberbürgermeister Florian Freund und sein Team setzten sich für die Durchführung des Events ein, was letztlich dazu führte, dass die Stadt Augsburg am Wochenende strahlte.

Ein Wettkampf der besonderen Art

Die Grundidee des Backyard Ultra ist simpel, aber herausfordernd: Pro Stunde muss eine Runde von 6,7 Kilometern gelaufen werden, bis nur noch ein Teilnehmer übrig bleibt – der Letzte, der steht! In Augsburg meldeten sich am Ende 105 Läufer an, und die Teilnahme war bunt gemischt. Ultraläufer, aber auch Tagesläufer aus verschiedenen Running Clubs fanden sich ein, um sich dieser besonderen Herausforderung zu stellen. Die Verpflegung war einfach, aber effektiv: Gekochte Kartoffeln, Nudeln und Energy-Gels hielten die Energie hoch, während einige nach der dritten Runde bereits erschöpft waren. Nach 15 Runden waren nur noch 27 Läufer aktiv – der Wettkampf wurde zusehends härter.

Es war ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem die Teilnehmer nicht nur körperlich, sondern auch mental gefordert wurden. Der Weltrekord im Backyard Ultra liegt bei unglaublichen 119 Runden – das entspricht fast 800 Kilometern! In Augsburg war eine maximale Dauer von etwa 30 Stunden angestrebt, was einen möglichen Schluss am Sonntagabend gegen 20 Uhr bedeutete. Nach 24 Runden, also insgesamt 160,8 Kilometern, konnte sich schließlich der dritte Platz festlegen. Die beiden Finalisten einigten sich nach 194,3 Kilometern auf einen geteilten Sieg – eine faire Entscheidung, die den Teamgeist des Events widerspiegelte.

Positive Resonanz und Ausblick

Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren überwältigend positiv. Die Veranstalter denken bereits über eine Fortsetzung des Events nach, was angesichts des Erfolgs und der Begeisterung nicht verwunderlich ist. Der nächste geplante Lauf, der Greenloop Backyard Ultra Nüdlingen, steht bereits am 23. Mai 2026 auf der Agenda. Es ist klar, dass Augsburg nicht nur ein einmaliges Event auf die Beine gestellt hat, sondern dass die Stadt auch eine Vorreiterrolle im Bereich der Langstreckenläufe in Bayern übernehmen könnte. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das Konzept weiterentwickelt und wie viele Läufer sich bei zukünftigen Veranstaltungen dem Wettkampf stellen werden.

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