Heute ist der 19.05.2026 und die Saison des FC Augsburg ist nun Geschichte. Ein Jahr voller Höhen und Tiefen liegt hinter uns. Die letzte Begegnung, ein 0:4 gegen Union Berlin, hat uns die Möglichkeit auf die Teilnahme an der Conference League versaut. Irgendwie bitter, aber so ist der Fußball – man gewinnt oder man lernt. Nach 34 Spielen hat der FCA 43 Punkte gesammelt und sich auf dem neunten Platz der Bundesliga eingefunden. Ein Platz, der den Fans so manches Auf und Ab beschert hat.
Wenn wir einen Blick auf die Heimspiele werfen, fällt auf, dass die Mannschaft mit 26 Punkten aus 17 Spielen den achten Platz in der Heimtabelle belegt hat. Auswärts sah es mit 17 Punkten aus 17 Spielen etwas weniger rosig aus, Rang zehn war da die Ausbeute. Besonders spannend war die Phase zwischen dem 28. und 33. Spieltag, als die Augsburger sechs Spiele lang ungeschlagen blieben – drei Siege und drei Remis. Ein echter Lauf, der Hoffnung auf mehr machte. Die längste Siegesserie war es, die zwischen dem 22. und 24. Spieltag mit drei Siegen aufblitzte.
Statistische Einblicke
Die Zahlen zeigen ein gemischtes Bild. Insgesamt erzielte die Mannschaft 45 Tore, ließ aber auch 61 Gegentore zu. Das ergibt einen Schnitt von 1,32 Toren pro Spiel, was unter dem ligaweiten Durchschnitt liegt. Mit einer durchschnittlichen Expected Goals-Zahl von 1,37 pro Partie könnte man sagen, dass die Torverwertung noch Luft nach oben hat. Die Offensive kam auf durchschnittlich 13,18 Torschüsse pro Spiel, was nah am Ligaschnitt von 13,25 liegt. Allerdings waren die Gegentore mit 1,79 pro Spiel ein echtes Manko, nur vier Teams kassierten mehr als die 61 Gegentore, die wir zu verzeichnen hatten.
Die Passstatistik zeigt, dass der FCA mit 392 Pässe pro Spiel und einer Passgenauigkeit von 78% etwas hinter den Erwartungen zurückbleibt. Der Ligaschnitt liegt hier bei 456 Pässe und 81% Genauigkeit. Auch die Ballbesitzstatistik ist eher ernüchternd: 44% Ballbesitz sind weniger als die meisten anderen Teams. Nur St. Pauli und Union Berlin hatten noch weniger Ballbesitz. Hier muss man sich wohl Gedanken machen, wie man in Zukunft mehr Kontrolle ins Spiel bringt.
Die besten Spieler
Auf individueller Ebene sticht Michael Gregoritsch als bester Torschütze mit seinen 6 Treffern hervor. Auch Alexis Claude-Maurice konnte mit 5 Toren und 6 Vorlagen glänzen und sich als bester Scorer profilieren. Besonders beeindruckend war Finn Dahmen, der in allen 34 Spielen auf dem Platz stand und mit einer Durchschnittsnote von 3,24 den Titel des notenbesten Spielers verdient hat. 3060 Minuten auf dem Feld – das ist eine Leistung, die Respekt verdient!
Die letzten fünf Spiele der Saison brachten drei Siege, einen Unentschieden und eine Niederlage. Zu den Highlights zählen der 3:1-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach und die 1:3-Auswärtssiege gegen Werder Bremen und SC Freiburg. Aber auch die Spiele zu Null, immerhin fünf an der Zahl, zeigen, dass der FCA auch defensiv in der Lage ist, Stabilität zu zeigen. Das torreichste Spiel der Saison war das 2:5 gegen den VfB Stuttgart, das die Abwehrprobleme des Teams gnadenlos aufdeckte.
Ein Blick auf die Laufleistung
Im Hinblick auf die Laufleistung ist der FC Augsburg mit 30,22 km pro Spiel nicht gerade das Maß aller Dinge. Der Ligaschnitt liegt höher, und auch die Teams wie Hoffenheim und Bayern München legen viel mehr Kilometer zurück. Hier könnte man sich vielleicht auch eine Steigerung wünschen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft in der kommenden Saison weiterentwickeln wird.
Insgesamt war es eine Saison mit Licht und Schatten. Der FC Augsburg hat sich im Mittelfeld der Tabelle gehalten, doch die Ansprüche steigen mit der Zeit. Bleiben wir also neugierig auf das, was die nächste Spielzeit bringen wird! Fußball ist und bleibt unberechenbar – und genau das lieben wir!