In einer spannenden Informationsreise nach der Schweiz wird die Bedeutung des Austauschs mit Forschungseinrichtungen in den Bereichen gesundes Altern, Langlebigkeit, Frauengesundheit und Künstliche Intelligenz eindrücklich unterstrichen. Gerlach, ein führender Kopf in der Gesundheitsforschung, plant Besuche in den Städten Zürich, Basel, Bern und Genf. Die Reise zielt darauf ab, den wissenschaftlichen Austausch zu stärken und Best-Practice-Lösungen in der Frauengesundheit sowie beim gesunden Älterwerden zu diskutieren.
Ein Highlight der Reise ist der Austausch über die Wechseljahresforschung an der Universität Bern, wo Gerlach mit Prof. Petra Stute, der Präsidentin der EMAS, ins Gespräch kommen wird. Auch der Besuch des Healthy Longevity Centers der Universität Zürich steht auf dem Programm, ebenso wie wichtige gesundheitspolitische Gespräche mit Dr. Conradin Cramer, dem Regierungspräsidenten von Basel-Stadt, und Pierre Alain Schnegg, dem Gesundheitsminister von Bern. Diese Gespräche sind nicht nur für die Schweiz, sondern auch für die globale Gesundheitspolitik von Bedeutung.
Gesundheitspolitische Dialoge und digitale Innovationen
Die Gespräche mit der WHO und UNAIDS während dieser Reise sind entscheidend, um die globalen gesundheitspolitischen Herausforderungen anzugehen. Besonders bemerkenswert ist das geplante Treffen mit Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, dem Generaldirektor der WHO, in Genf. Gerlach hebt die Rolle von Prävention und digitalen Innovationen hervor, die für Fortschritte im Gesundheitssystem unerlässlich sind. Hierbei wird deutlich, dass geschlechtsspezifische Unterschiede in der Gesundheit nicht nur erkannt, sondern auch aktiv angegangen werden müssen.
Ein zentrales Thema ist die Erkenntnis, dass Erkrankungen geschlechtsspezifische Unterschiede in Symptomen, Verlauf und Behandlung aufweisen. So treten Herzinfarkte und Depressionen bei Frauen oft anders in Erscheinung als bei Männern. Dies ist ein Aspekt, der in der medizinischen Forschung bislang nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Der Gender Data Gap, der häufig zu Ungunsten von Frauen besteht, zeigt sich auch in der Tatsache, dass klinische Studien überwiegend mit männlichen Probanden durchgeführt wurden.
Förderung geschlechtersensibler Forschung
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat seit 2017 die Förderung geschlechtersensibler Forschung in Deutschland ins Leben gerufen. Dabei stehen Themen wie reproduktive Gesundheit, neue Verhütungsmittel und die Entwicklung interaktiver Technologien für geschlechtsspezifische Gesundheit im Vordergrund. Dies schließt auch die Entwicklung neuer HIV-Präventionsmethoden für Frauen in Entwicklungsländern ein.
Die Förderrichtlinie „Interaktive Technologien für eine geschlechtsspezifische Gesundheit“ (GeGe) hat das Ziel, geschlechtsspezifische Daten- und Wissenslücken in der Medizin zu schließen. Der Fokus liegt auf der Entwicklung digitaler Lösungen, die medizinische Fachkräfte bei Diagnose- und Therapieentscheidungen unterstützen sollen. Durch diese Maßnahmen wird nicht nur die Datenlage verbessert, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen erhalten oder wiederhergestellt.
Zusammenfassend zeigt sich, dass diese Reise und die damit verbundenen Dialoge ein wichtiger Schritt sind, um geschlechtsspezifische Unterschiede in der medizinischen Forschung und Versorgung besser zu verstehen und zu berücksichtigen. Der Austausch mit internationalen Experten und die Förderung innovativer Ansätze werden dazu beitragen, die Gesundheit von Frauen nachhaltig zu verbessern und den Herausforderungen des gesunden Älterwerdens effektiv zu begegnen.