Heute ist der 3.06.2026, und es gibt Neuigkeiten aus der Welt des Einzelhandels, die uns alle betreffen. Die Deko-Kette Depot, mit ihrem Sitz in Großostheim, hat erneut Insolvenz angemeldet. Unglaublich, oder? Der Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wurde beim Amtsgericht Aschaffenburg gestellt und wurde Mitte Mai 2026 bekannt. Rund 1200 Beschäftigte und 155 Filialen stehen somit vor einer ungewissen Zukunft. Thomas Rittmeister wurde als vorläufiger Sachverwalter eingesetzt, und Geschäftsführer Christian Gries hat den klaren Willen geäußert, möglichst viele Filialen zu erhalten. Dennoch räumt er ein, dass Schließungen unausweichlich sind – eine bittere Pille, die geschluckt werden muss.

Es ist tragisch zu sehen, dass das einst blühende Filialnetz von Depot in den letzten Jahren von etwa 400 auf weniger als 200 Geschäfte geschrumpft ist. Als ob das nicht genug wäre, hat der Citti-Park in Flensburg Depot die Kündigung ausgesprochen. Im Onlineshop wird seit der Insolvenzanmeldung ein Warnbanner angezeigt, das besagt, dass Retouren für Einkäufe vor dem 12. Mai 2026 nicht mehr angenommen werden. Ein weiteres Zeichen der prekären Lage. Gries nennt mehrere Faktoren für die erneute Insolvenz: Zölle, aggressive Online-Konkurrenz und die Kaufzurückhaltung der Verbraucher – alles Herausforderungen, die viele Einzelhändler heutzutage kennen.

Eine neue Ära für Depot

Die Geschichte von Depot ist jedoch nicht zu Ende. Seit April 2025 wird der Betrieb unter der neu gegründeten GDC Deutschland GmbH fortgeführt. Mehr als 100 Filialen wurden geschlossen, und rund 2000 Stellen gestrichen – das sind ziemlich harte Einschnitte. Die Marke Depot existiert zwar weiter, aber in einem deutlich kleineren Rahmen. Aktuell operiert Depot mit 150 bis 180 Standorten in Deutschland, eine gewaltige Veränderung im Vergleich zu den früheren Zeiten, als es über 400 Filialen gab.

Die neue Geschäftsführung, bestehend aus Christian Gries und Marco De Benedetti (ehemals Tupperware-Deutschlandchef), hat ein neues Konzept entwickelt, das auf schlanker Struktur, stärkerem digitalen Fokus und mehr Online-Präsenz basiert. Shop-in-Shop-Flächen in Supermärkten bleiben bestehen und sollen möglicherweise sogar ausgebaut werden. Diese Anpassungen sind notwendig, um im hart umkämpften Markt zu überleben – wie Gries betont, ist ein radikaler Schnitt unumgänglich.

Die Herausforderungen der Branche

Ehrlich gesagt, die Herausforderungen, mit denen Depot konfrontiert ist, sind nicht einzigartig. Die gesamten Einzelhandelslandschaft hat in den letzten Jahren stark gelitten. Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher, steigende Kosten und der unbarmherzige Wettbewerb durch Online-Anbieter setzen viele Marken unter Druck. Die Insolvenz wurde bereits durch eine frühere Eigenverwaltung im Juli 2024 eingeleitet, während der Konkurs in der Schweiz im Januar 2025 dazu führte, dass alle 34 Filialen dort geschlossen wurden. Österreich ist ebenfalls betroffen – die Auswirkungen sind also grenzüberschreitend spürbar.

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Dennoch gibt es auch positive Nachrichten für die Kunden. Die deutschen Filialen der GDC Deutschland GmbH sind weiterhin geöffnet, und Gutscheine aus dem Insolvenzverfahren können wieder eingelöst werden. Das klingt nach einem kleinen Lichtblick in einer ansonsten düsteren Situation. Die Zukunft von Depot bleibt ungewiss, aber die treue Kundschaft könnte der Marke vielleicht helfen, wieder auf die Beine zu kommen.