Heute ist der 28.05.2026, und in Aschaffenburg hat sich ein echter archäologischer Glücksfall ereignet! Während Bauarbeiten stießen Arbeiter auf Mauerreste, die auf das 4. Jahrhundert vor Christus datiert werden. Das gab’s nicht alle Tage! Eichenbalken, die sage und schreibe etwa 2400 Jahre alt sind, wurden entdeckt und geben einen einzigartigen Einblick in die eisenzeitliche Vergangenheit dieser Region.

Die Experten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege haben mittels einer Jahresringanalyse die Hölzer datiert. Man muss sich das mal vorstellen: Diese Eichenbalken, die in etwa acht Metern Tiefe gefunden wurden, sind in einem überraschend guten Zustand. Das lässt auf ein repräsentatives Bauwerk schließen! Eine Trockensteinmauer schloss die Holzkonstruktion zur Mainseite hin ab. Ein wahrer Schatz, denn Steinmauerwerk aus dieser Zeit ist extrem selten dokumentiert und meist Teil befestigter Anlagen.

Ein bemerkenswerter Fund

Die Entdeckung ist nicht nur bemerkenswert wegen der gut erhaltenen Hölzer, sondern auch, weil an dieser Stelle in Aschaffenburg bislang keine eisenzeitliche Siedlung oder vergleichbare Strukturen vermutet wurden. Hier hat sich offenbar ein wichtiges Stück Geschichte verborgen gehalten – und das mitten in der Altstadt! Die neu entdeckte Struktur könnte das Verständnis der Siedlungsgeschichte Aschaffenburgs erheblich bereichern.

Die Stadt Aschaffenburg hatte im März 2026 während der Tiefbauarbeiten die Hölzer entdeckt und sofort dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege gemeldet. Seither laufen die Ausgrabungen und die Analyse der historischen Strukturen auf Hochtouren. Die ganze Aktion wird in enger Abstimmung mit der Stadt durchgeführt, was für eine reibungslose Koordination sorgt. Und das Beste? Das BLfD trägt die Kosten für die Freilegung, Dokumentation und Bergung des archäologischen Befundes.

Wissenschaftliche Relevanz

Die Entdeckung hat nicht nur lokale Bedeutung – sie könnte auch weitreichende Auswirkungen auf die archäologische Forschung in der Region haben. Wissenschaftler hatten ursprünglich von einem frühneuzeitlichen bis neuzeitlichen Bauwerk ausgegangen, bis die dendrochronologischen Analysen die wahre Natur des Fundes enthüllten. Die Lage am Mainufer, die Erhaltung der Holz-Stein-Konstruktion und die eisenzeitliche Datierung machen diesen Fund zu etwas ganz Besonderem.

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In der Aschaffenburger Altstadt gab es bereits herausragende Funde aus der frühlatènezeitlichen Siedlung, die auf einen eisenzeitlichen Zentralort hindeuten. Aber dieser Fund könnte das Bild noch einmal erheblich erweitern. Wer weiß, was sich noch alles unter dem Boden verbirgt? Auf jeden Fall ist die archäologische Aufregung in Aschaffenburg groß, und die Forscher sind gespannt, was die kommenden Analysen noch zutage fördern werden.