Abiturfeier am Dr.-Johanna-Decker Gymnasium: Ein Fest der Talente und Gemeinschaft
Am 26. Juni 2026 war es wieder so weit: Das Dr.-Johanna-Decker Gymnasium feierte die Entlassung seiner 22 Abiturientinnen in einem feierlichen Rahmen, der kaum schöner hätte sein können. Der Tag begann früh um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Schulkirche, geleitet von Pfarrer Reinald Bogensperger. Die Stimmen des Vokalensembles „Chapeau“ der Abiturientinnen begleiteten diesen besonderen Moment und sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Klara Bode begeisterte das Publikum mit ihrem Klavierspiel, als sie das „Impromptu in As-Dur“ von Franz Schubert zum Besten gab.
Die Verleihung der Abiturzeugnisse fand im Gerhardingersaal statt, der aufgrund der Abschlussprüfungen der Realschule in Englisch genutzt wurde. Ein klimatisierter Raum – das war besonders angenehm an einem so bedeutenden Tag. Oberstufenkoordinator Robert Seitz führte durch das Programm und sorgte dafür, dass alles reibungslos ablief. Schulleiter Hans Kistler berichtete stolz von einem Notendurchschnitt des Jahrgangs von 1,92 und ermutigte die Absolventinnen, ihre Talente zu entdecken und stets anspruchsvoll zu bleiben.
Auszeichnungen und Ehrungen
Besonders hervorzuheben ist, dass sechs Schülerinnen einen Abiturschnitt von 1,5 oder besser erreicht haben: Nelly Dehling, Julia Gierke, Sophia Kummer, Emily Rödl, Carolin Ruppert und Sandra Schubert wurden dafür geehrt. Julia Gierke, die mit einer Traumnote von 1,0 abgeschlossen hat, wird am 9. Juli den Abiturpreis in Politik und Gesellschaft verliehen bekommen – eine Auszeichnung, die von Landtagspräsidentin Ilse Aigner überreicht wird. Auch Dominik Meindl von Siemens AG zeichnete vier Schülerinnen für ihre hervorragenden Leistungen in den MINT-Fächern aus.
Die Feier wurde durch Grußworte von Landtagsmitgliedern Bernhard Heinisch und Dr. Harald Schwartz sowie vom stellvertretenden Landrat Michael Rischke bereichert. Lisa Falk überbrachte Grüße der Stadt Amberg, während Felix Kick als Vorsitzender des Elternbeirats Geschenke überreichte und neun Absolventinnen für ihr Engagement ehrte. Rose Reinprecht hielt eine bewegende Rede über den Zusammenhalt des Jahrgangs, die bei vielen Anwesenden für Gänsehaut sorgte. Der Höhepunkt des Abends war dann die Übergabe der Abiturzeugnisse durch Maximilian Gerber und Hans Kistler.
Ein Blick in die Zukunft
Doch nicht nur die Abschlüsse stehen bei den Schülerinnen hoch im Kurs. Ein spannendes Ereignis in der Zukunft ist die geplante Pilgerreise am 24. Mai 2026, bei der 60 Pilgerinnen und Pilger knapp 100 Kilometer in drei Tagen zurücklegen werden. Vor der Messe in Regensburg sind Übernachtungen in Dingolfing und Loiching geplant. Das klingt nach einem Abenteuer! Ein weiteres Highlight wird das Ehemaligenfest am 29. Juni 2026 sein, zu dem alle ehemaligen Schülerinnen eingeladen sind.
Die Schule bleibt aktiv. So fand am 7. Mai 2026 eine praktische Abschlussprüfung in Ernährung und Gesundheit statt, bei der die Schülerinnen der R10 verschiedene Menüs zubereiteten – die Lehrer waren begeistert von Geschmack und Präsentation. Außerdem nahmen Kathrin und Theresa am Jugend forscht Junior Landeswettbewerb teil und erzielten auf Landesebene den 3. Platz – ein großartiger Erfolg!
Parallel dazu hat sich die Schule auch der Robotik gewidmet, gefördert durch 15.000 € vom Bayerischen Landtag, um die Ausstattung zu modernisieren. Und für alle, die Rätsel und Herausforderungen lieben, gab es in Form eines selbstentwickelten Chemie-Escape Rooms spannende Aktivitäten im Stadtlabor Amberg.
Die Gemeinschaft des Dr.-Johanna-Decker Gymnasiums zeigt sich nicht nur in den Feierlichkeiten, sondern auch im festen Zusammenhalt und dem Engagement für eine respektvolle und tolerante Schulkultur. Leider gab es auch Schattenseiten, wie den Vandalismus am Schulgebäude im März, der mit beleidigenden und frauenfeindlichen Parolen die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit von Respekt und Gleichberechtigung lenkte.
Die Abiturfeier und die zahlreichen Aktivitäten der Schule zeigen, wie wichtig es ist, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch den Zusammenhalt, die Kreativität und die individuelle Entfaltung zu fördern. Wer weiß, welche Wege die Absolventinnen nach diesem besonderen Tag einschlagen werden? Die Zukunft liegt in ihren Händen – und die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.
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