Der 1. Mai steht vor der Tür und bringt in vielen bayerischen Gemeinden eine Tradition mit sich, die nicht nur den Frühling symbolisiert, sondern auch Gemeinschaftssinn und lokale Identität zelebriert: das Maibaumaufstellen. In den Landkreisen Mühldorf und Altötting wird dieser Brauch mit viel Freude und festlichem Treiben begangen. Ein geschmückter Baum, oft eine Fichte, wird per Hand auf dem Dorfplatz aufgestellt, begleitet von Musik, Festen und einer ganz besonderen Tradition – dem Maibaumdiebstahl.

Das Maibaumaufstellen ist nicht nur ein Ereignis, sondern ein gesellschaftliches Highlight, das Jung und Alt zusammenbringt. Es wird gesungen, getanzt und gefeiert, während die Dorfgemeinschaft zusammenrückt und die Vorfreude auf den Frühling teilt. In den Regionen Oberbayerns ist diese Tradition weit verbreitet und findet meist am 1. Mai oder an anderen Tagen im Frühjahr statt.

Termine im Landkreis Altötting

Ein Blick auf die Termine zeigt die Vielfalt der Veranstaltungen im Landkreis Altötting:

  • Burgkirchen an der Alz: 1. Mai, 13 Uhr, Bräu im Moos (Trachtenverein Edelweiss Burgkirchen).
  • Haiming (Neuhofen): 2. Mai, 12 Uhr, Neuhofen (Freiwillige Feuerwehr Piesing).
  • Haiming (Niedergottsau): 1. Mai, 13 Uhr, Kirchplatz Niedergottsau (Maibaumverein Niedergottsau).
  • Halsbach (Neukirchen): 1. Mai, 11 Uhr, Feuerwehrhaus (Freiwillige Feuerwehr Neukirchen/Hirten).
  • Kastl: 1. Mai, 11:30 Uhr, Feuerwehrhaus Kastl (Freiwillige Feuerwehr Kastl).
  • Mehring: 1. Mai, 12 Uhr, Gasthaus Schick (Freiwillige Feuerwehr Mehring).
  • Neuötting: 1. Mai, 10 Uhr, Gasthaus Pallauf/Weiberwirtschaft (Trachtenverein Neuötting).
  • Reischach (Arbing): 1. Mai, Uhrzeit offen, Arbing (Freiwillige Feuerwehr Arbing).
  • Reischach (Wissersdorf): 1. Mai, 11 Uhr, Wissersdorf (Bayerisches Rotes Kreuz Reischach).

Termine im Landkreis Mühldorf

Auch im Landkreis Mühldorf stehen die Feierlichkeiten ganz oben auf der Liste:

  • Ampfing: 1. Mai, 11 Uhr, Gickerlbrunnen (Trachtenverein Isentaler Ampfing).
  • Aschau am Inn: 1. Mai, 13:30 Uhr, Brauereihof Ametsbichler (Trachtenverein und Musikverein).
  • Buchbach: 1. Mai, 11:30 Uhr, Marktplatz (TSF, KRK und Buchbacher Blasmusik).
  • Egglkofen: 1. Mai, Uhrzeit offen, Maifeier an der Mehrzweckhalle (Freiwillige Feuerwehr Egglkofen).
  • Heldenstein (Lauterbach): 1. Mai, 12 Uhr, Feuerwehrgerätehaus Lauterbach (Feuerwehr Lauterbach).
  • Lohkirchen: 1. Mai, 11:30 Uhr, Dorfplatz (KLJB Schönberg).
  • Mettenheim: 1. Mai, 15 Uhr, Dorfplatz (Feuerwehr Mettenheim).
  • Mühldorf (Mößling): 1. Mai, 10 Uhr, Mößling, Hauptstraße (Veranstalter unbekannt).
  • Neumarkt St. Veit: 1. Mai, 13 Uhr, Badstraße (Trachtenverein Tauenbergler Stamm).
  • Niedertaufkirchen: 1. Mai, 11 Uhr, Ortsmitte (KLJB Niedertaufkirchen).
  • Oberbergkirchen: 1. Mai, 10 Uhr, Dorfplatz (Veranstalter unbekannt).
  • Pleiskirchen: 1. Mai, 14 Uhr, Gasthaus Münch (D’Holzlandler Pleiskirchen).
  • Schönberg: 1. Mai, 13 Uhr, Dorfplatz (Veranstalter unbekannt).
  • Taufkirchen: 1. Mai, Uhrzeit nicht genannt (Veranstalter unbekannt).

Falls Sie Veranstaltungsorte oder Zeiten vermissen, erreichen Sie uns bitte unter leserbriefe@ovb24.de.

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Tradition und Brauchtum

Das Maibaumstehlen ist nicht nur ein Spaßfaktor, sondern auch ein elementarer Bestandteil des bayerischen Brauchtums. In vielen Regionen wird der Maibaum in der Nacht vor dem Aufstellen bewacht, und ein Wächter muss stets eine Hand am Baum haben, um das Stehlen zu verhindern. In Bayern gilt die Polizei bei Maibaumdiebstählen als kulant, denn die Einschaltung der Polizei wird oft als Verstoß gegen die örtlichen Sitten angesehen.

Traditionell durfte der Maibaum nur in der Walpurgisnacht gefällt und gestohlen werden, doch heutzutage geschieht dies oftmals schon Wochen im Voraus. Ein Dorfbewohner kann den Baum durch das Auflegen der Hand und den Satz „Der Baum bleibt da“ schützen. Sollte es zu einem Diebstahl kommen, wird dieser in der Regel durch Verhandlungen, oft in Form von Naturalien, wie Getränken und Essen, wieder ausgetauscht. Scheitern die Verhandlungen, wird der Baum als Schandmal für das Nachbardorf aufgestellt.

So wird der Maibaum zu einem Symbol des Zusammenhalts und der Freude, das über Generationen hinweg gepflegt wird. Genießen Sie die Feierlichkeiten und lassen Sie sich von der Gemeinschaft und den Traditionen verzaubern!