Der Deutsche Bauerntag 2026, der am 24. und 25. Juni in Freiburg im Breisgau stattfand, war ein wahrhaft bedeutendes Ereignis für die Landwirtschaft in Deutschland. Rund 600 Delegierte aus allen Ecken des Landes fanden sich ein, um über zentrale Anliegen der Branche zu diskutieren. Unter dem Motto „Landwirtschaft stärken – Versorgung sichern“ wurde schnell klar: Es ist an der Zeit, sich für die Belange der bäuerlichen Familienbetriebe stark zu machen.

Richard Straubinger, der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands (bbv) für den Landkreis Altötting, war vor Ort und vertrat nicht nur seine Region, sondern auch die Landkreise Altötting und Mühldorf. Gemeinsam mit 80 weiteren Ehrenamtlichen setzte er sich für die Interessen der Landwirte ein. Die aktuelle wirtschaftliche Lage, geprägt von niedrigen Erzeugerpreisen und gestiegenen Betriebsmittelkosten, ließ natürlich niemanden kalt. Es war ein klarer Aufruf zur Unterstützung der heimischen Landwirtschaft.

Forderungen an die Politik

Mit Nachdruck forderte Straubinger nach der Erstattung der Diesel-Energiesteuer 2026 weitere Entlastungen. Dazu gehören steuerfreie Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft, eine standortfreundliche Politik für die Tierhaltung sowie ein Ende der Überregulierung von landwirtschaftlichen Familienbetrieben. Besonders brisant ist auch die Forderung, die Naturwiederherstellungsverordnung auf EU-Ebene auszusetzen und zu überarbeiten. Im Rahmen der „Freiburger Erklärung“ wurden diese Themen an die Politik adressiert. Es ist klar, dass die Delegierten der 18 Landesbauernverbände in Freiburg nicht nur diskutieren, sondern auch Lösungen fordern müssen.

Die Themen des Bauerntags reichten von Tierhaltung bis hin zu Sonderkulturen. Hier zeigt sich das breite Spektrum der Herausforderungen, vor denen die Landwirtschaft steht. Und während die Delegierten ihre Stimmen erhoben, schwebte das Gefühl der Dringlichkeit über dem Treffen. Es geht nicht nur um die Erhaltung der Betriebe, sondern auch um die Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung für die Zukunft.

Ein Blick in die Zukunft

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, eröffnete den Bauerntag und kündigte seinen Rückzug als Präsident für 2027 an. In seiner Rede forderte er ein Budget von mindestens 500 Milliarden Euro für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2028. Rukwied legt großen Wert auf den Erhalt der Struktur aus erster und zweiter Säule der GAP. Es ist eine klare Botschaft: Die Landwirtschaft braucht mehr Unterstützung, nicht weniger!

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Er forderte die Bundesregierung auf, sich für eine starke Finanzierung der GAP einzusetzen und die Bürokratie abzubauen. Auch die Agrardieselrückerstattung soll wieder in vollem Umfang eingeführt werden. Und das ist noch nicht alles: Rukwied kritisierte naturschutzrechtliche Vorgaben aus Brüssel und Berlin, die oft als hinderlich für die Arbeit der Landwirte empfunden werden. Es war offensichtlich, dass die Delegierten ein starkes verbandliches Engagement für Planungssicherheit und Zukunftsperspektiven in der Landwirtschaft fordern.

Die bayerischen Delegierten brachten zentrale Anliegen ein, die von der Bedeutung des EEG für die Energiewende bis zu den Tierwohlstandards reichten. Es ist ein komplexes Geflecht von Themen, die alle miteinander verknüpft sind und die Zukunft der Landwirtschaft entscheidend beeinflussen werden.

Es bleibt spannend, wie sich die Entwicklungen nach dem Bauerntag gestalten werden. Der nächste Deutsche Bauerntag findet 2027 in Aachen statt – und dort wird auch ein Nachfolger für Rukwied gewählt. Ein neuer Abschnitt für die Landwirtschaft in Deutschland steht bevor, und die Stimmen der Bauern werden weiterhin gehört werden müssen. Ein Blick in die Zukunft, der mit einer Mischung aus Hoffnung und Besorgnis betrachtet wird.

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