Heute ist der 24.05.2026 und das Wetter hier in Aichach-Friedberg könnte nicht schöner sein. Doch während wir die warmen Sonnenstrahlen genießen, gibt es ein merkwürdiges Phänomen, das die Blicke der Spaziergänger und Radfahrer auf sich zieht. Ein silbriger Schleier hat sich über Bäume und Sträucher in den Gemeinden Rehling und Affing sowie rund um den Kissinger Weitmannsee gelegt. Dieses mysteriöse Naturereignis wird durch die Raupen der Gespinstmotte, auch bekannt als Knospenmotte, verursacht.
Die netzartige Verhüllung ist vor allem im Bereich der Friedberger Ach zwischen Oberach und Unterach sowie im Affinger Ortsteil Anwalting sichtbar. Wer jetzt denkt, dass die Natur hier ein böses Spiel mit uns treibt, kann aufatmen. Spaziergänger und Radfahrer, die sich beim Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) nach möglichen Gefahren für Menschen erkundigt haben, bekamen schnell Entwarnung. Das Phänomen ist harmlos und es besteht kein Handlungsbedarf, wie die Untere Naturschutzbehörde bestätigte. Die Raupen, die sich in kleinen Säckchen aufhalten und vom Boden nach oben wandern, haben keinen Einfluss auf die Sicherheit der Menschen.
Ein Blick auf die Gespinstmotte
Die silbrig schimmernden, kahl gefressenen Bäume und Sträucher sind nicht nur hier, sondern in ganz Bayern zu beobachten. Diese kleinen, unauffälligen Raupen fressen die Blätter der Pflanzen bis auf die Stängel ab und überziehen Stämme, Äste und Zweige mit ihrem Gespinst. Besonders betroffen sind Traubenkirschen durch die Traubenkirschen-Gespinstmotte. Ein milder Winter und das trocken-warme Frühjahr haben die Massenvermehrung der Gespinstmotten begünstigt. Doch keine Sorge, die Natur hat ihre eigenen Mechanismen, um die Gespinstmottenpopulation zu kontrollieren. Betroffene Gehölze überstehen diesen Befall meist unbeschadet und erholen sich schnell.
Wer neugierig ist und mehr über dieses faszinierende Naturschauspiel erfahren möchte, findet weiterführende Informationen auf der Website des LBV in der Rubrik News. Hier gibt es nicht nur Fakten, sondern auch Tipps, wie man die Natur weiterhin genießen kann, ohne sich von solchen Phänomenen abschrecken zu lassen.