Vergiss nicht – Erinner’ Dich: Jugendliche gestalten Erinnerungskultur in Lörrach
Am 2. Juli 2026 wird das Alte Wasserwerk in Lörrach zum Schauplatz einer ganz besonderen Feier. Der Rahel-Straus-Jugendpreis 2026 wird verliehen – ein Anlass, der sowohl die Geschichte als auch die Gegenwart miteinander verbindet. In den letzten Jahren hat dieser Preis immer wieder Projekte ausgezeichnet, die sich auf besondere Weise mit Demokratie und Erinnerungskultur auseinandersetzen. Und so werden auch in diesem Jahr das SAK Lörrach und die Mathilde-Planck-Schule geehrt, und zwar für ihre beeindruckende Theaterinszenierung „Vergiss nicht – Erinner’ Dich“.
Die Inszenierung – die von einer Gruppe engagierter Jugendlicher erarbeitet wurde – thematisiert das Schicksal dreier Lörracher Familien während des Nationalsozialismus. Da wird einem schon beim Gedanken daran ganz anders – so viel Leid und so viele Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden. Die Jugendlichen, darunter so kreative Köpfe wie Sofie Bojko, Elisabeth Briel und Jonas Sonnenfroh, haben sich intensiv mit ihrer Geschichte auseinandergesetzt. Sie durchforsteten Museen, Bibliotheken und Archive, führten Interviews und sammelten Informationen, um die Vergangenheit lebendig zu halten.
Ein Preis für nachhaltige Erinnerungsarbeit
Der Rahel-Straus-Preis, der in Zusammenarbeit mit der Berthold Leibinger Stiftung und der Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg im Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ verliehen wird, ist mehr als nur eine Auszeichnung. Er honoriert Projekte, die sich aktiv für Erinnerungsarbeit und demokratische Teilhabe einsetzen. Ein schöner Gedanke, oder? Es ist nicht nur eine Preisverleihung, es ist ein Zeichen der Wertschätzung für das Engagement junger Menschen. Besonders spannend ist, dass die Jury in diesem Jahr die nachhaltige Wirkung des Projekts gewürdigt hat. Es geht nicht nur um das Stück, sondern um den Dialog, der dadurch in der Gesellschaft angestoßen wird.
Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr mit Begrüßungsworten, gefolgt von der Aufführung der Inszenierung „Vergiss nicht – Erinner’ Dich!“. Anschließend gibt es Laudatio und Grußworte, die von Daniel Born und Lars Frick gehalten werden. Das Ganze wird von Sandra Butsch moderiert – da kann man sich auf einige interessante Einblicke freuen, wie die Jugendlichen ihre Arbeit erlebt haben. Und hey, nach all dem gibt’s auch noch einen Empfang! So eine Gelegenheit, die tollen Köpfe hinter dem Projekt persönlich kennenzulernen, sollte man sich nicht entgehen lassen.
Erinnerungskultur im Fokus
Ein Thema, das nicht nur in Lörrach, sondern in ganz Deutschland von Bedeutung ist. Die Jugendstudie „MEMO – Jugendstudie zur Erinnerungskultur in Deutschland“ beleuchtet die Sichtweise junger Menschen auf den Nationalsozialismus und die Rolle der Erinnerungskultur in ihrem Alltag. Dabei ist es wichtig, dass die Stimmen der Jugendlichen gehört werden. Sie sind es, die die Zukunft gestalten – und was könnte besser sein, als dass sie sich aktiv mit der Vergangenheit auseinandersetzen? Die Studie zeigt, dass für viele junge Menschen die Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel der Geschichte eine wichtige Rolle spielt.
Im Rahmen der Preisverleihung wird deutlich, wie essenziell es ist, dass wir die Geschichten der Vergangenheit weitertragen. Denn Demokratie ist, wie der Bundespräsident Theodor Heuss einmal sagte: „Demokratie ist nie bequem“. Das gilt für die Auseinandersetzung mit der Geschichte ebenso wie für das Engagement in der Gegenwart. Letztlich ist es ein Akt des Erinnerns und des Lernens, der uns alle betrifft.
Wer mehr über das Event erfahren möchte oder Fragen hat, kann sich gerne an die Organisatoren wenden: e.bintz@sak-loerrach.de oder +49 7621 9279-0. Und wer weiß, vielleicht inspiriert die Veranstaltung ja auch den ein oder anderen, selbst aktiv zu werden!
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