Heute ist der 2.06.2026 und während sich die ersten Sommertage mit warmen Temperaturen ankündigen, bringt die Natur nicht nur Freude, sondern auch eine ungebetene Rückkehr eines lästigen Gastes: der Eichenprozessionsspinner. In Geislingen breitet sich die Raupenplage aus, und das ist alles andere als ein erfreulicher Anlass. Die kleinen, aber gemeinen Larven sind nicht nur ein Anblick, den man lieber vermeiden möchte, sie haben auch gesundheitsschädliche Eigenschaften, die man ernst nehmen sollte.

Die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner enthalten Nesselgift, das bei Kontakt unangenehme Symptome wie Hautreizungen, Augenentzündungen und sogar Atemwegsbeschwerden hervorrufen kann. Momentan sind 18 Eichen in Geislingen befallen, darunter auch Bäume am Friedhof, auf dem Freibadgelände und im Schlossgarten. Man könnte sagen, die Stadt hat sich in ein kleines Raupenreservat verwandelt. Und das, obwohl der Befall in diesem Jahr etwas stärker ist als im Vorjahr – aber nichts, was man als außergewöhnlich bezeichnen könnte.

Vorsicht vor den Brennhaaren!

Besonders kritisch ist die Situation rund um den Spielplatz am Eichberg in Erlaheim und in der Nähe der Loreto-Kapelle in Binsdorf, wo ebenfalls weitere Befälle festgestellt wurden. Die Stadtverwaltung hat bereits reagiert und Absperrbänder um die befallenen Eichen gespannt. Ein kluger Schachzug, um die Bürger zu warnen. Abstand halten ist hier das A und O! Wer die Brennhaare berührt – und das kann beim Spielen, Spazieren oder beim Picknick ganz schnell passieren – sollte sich gründlich duschen und die Kleidung wechseln. Und bitte nicht vergessen: Bei stärkeren Reaktionen ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren.

Die Raupen schlüpfen zwischen April und Mai, leben in Gruppen und ziehen nachts in langen Reihen. Das sieht nicht nur skurril aus, sondern kann auch eine echte Gefahr darstellen. Gespinstnester, die sie hinterlassen, können bis zur Größe eines Fußballs anwachsen. Und das ist nicht nur ein hübsches Bild für die Naturfotografie; es ist ein echtes Warnzeichen. Die Stadt Geislingen hat daher eine Fachfirma beauftragt, die befallenen Bäume zu begutachten und die Nester zu entfernen – ein Schritt, der notwendig ist, um die Gesundheit der Bürger und die der Eichen zu schützen.

Wie geht’s weiter?

Der Eichenprozessionsspinner ist nicht nur ein Problem für die Menschen, sondern auch für die Bäume selbst. Daher gibt es unterschiedliche Regelungen zur Bekämpfung. Die Bekämpfung erfolgt unter zwei Verordnungen: Zum einen ist da die Pflanzenschutzmittel-Verordnung, die den Schutz der Eichen im Fokus hat. Zum anderen steht die Biozid-Verordnung im Raum, die den Schutz der menschlichen Gesundheit sicherstellen soll. Präventiv können Nistkästen für Meisen in der Nähe von Eichen aufgehängt werden, um natürliche Feinde der Raupen zu fördern. Auf diese Weise kann man die Raupenpopulation auf natürliche Weise in Schach halten.

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Die Bekämpfungsmethoden sind vielfältig und reichen von chemischen über biologische bis hin zu mechanischen und thermischen Verfahren. Doch Vorsicht: Diese Methoden sollten nur von professionellen Anwendern durchgeführt werden! Eine mechanische Bekämpfung besteht zum Beispiel darin, die Gespinstnester abzusaugen und zu entsorgen – das sollte allerdings erst ab dem dritten Larvenstadium erfolgen. Heißwasser oder Heißschaum können in die Nester gebracht werden, um die Raupen abzutöten und die Brennhaare zu denaturieren. Aber bitte: Ungeschütztes Abflammen oder Fällen von Bäumen ist eine schlechte Idee, denn das könnte die Brennhaare in die Luft verteilen und die Situation nur verschlimmern!

Eine weitere witzige, wenn auch tragische Facette ist, dass die Raupen und ihre Nester nicht nur einfach ein Ärgernis sind. Sie können die Bäume schädigen und im schlimmsten Fall sogar absterben lassen. Die natürlichen Feinde, wie Kuckucke oder Käferarten, können nicht immer verhindern, dass sich die Eichenprozessionsspinner massenhaft vermehren. Das ist eine bittere Pille, die wir schlucken müssen, während wir auf die nächsten heißen Sommer hoffen, die diese Plage begünstigen könnten.

Also, liebe Geislinger, haltet die Augen offen, meidet die befallenen Gebiete und sorgt dafür, dass ihr und eure Kleinen keinen Kontakt mit diesen kleinen Übeltätern habt. Die Natur hat ihre eigenen Wege, aber wir müssen ihr ein wenig helfen, um die Balance zu wahren.