Heute ist der 4.06.2026 und im Zollernalbkreis wird wieder einmal ein Schritt in die richtige Richtung unternommen, wenn es um die Biodiversität geht. Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter geförderter Kommunen kamen kürzlich in Durmersheim zusammen, um im Rahmen des NABU-Projekts „Natur nah dran“ wertvolle Informationen zu sammeln. Unter ihnen waren auch vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Albstadt: Franziska Eppler, Roland Allgaier (Betriebsamt), Sarah Brobeil und Johannes Luippold (Stadtplanungsamt). Es war eine spannende Schulung, die nicht nur theoretisches Wissen vermittelte, sondern auch praktische Einblicke in die Gestaltung insektenfreundlicher Grünflächen bot – und das ist in Zeiten des Insektensterbens mehr als nötig!

Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, Wildstaudenflächen und die im nächsten Jahr zu schaffenden Wildblumenwiesen zu besichtigen. Diese Projekte, die 2024 mit Unterstützung des NABU verwirklicht werden, sind Teil einer umfassenden Planung, die am 19. Mai mit einer Flächenbesichtigung begann. Fachleute wie die Naturgartenplanerin Melanie Klemp und NABU-Mitarbeiterin Anette Marquardt waren vor Ort und gaben wertvolle Empfehlungen. Ihre Ratschläge zur naturnahen Umgestaltung ausgewählter Grünflächen sind von großer Bedeutung für die lokale Flora und Fauna.

Praktische Tipps zur Umgestaltung

In der Schulung wurde auch über die Herausforderungen bei der Umgestaltung gesprochen. Insbesondere bei nährstoffreichen Flächen, die starkem Unkrautdruck ausgesetzt sind, empfiehlt es sich, den Boden auszutauschen und regionale Wildstauden oder Wildblumen zu pflanzen. An anderen Stellen kann es genügen, einen Teil der Rasenfläche aufzureißen und mit neuem Saatgut zu bestücken. Das klingt vielleicht nach viel Arbeit, aber die Belohnung sind blühende Wiesen und ein Rückzugsort für zahlreiche Insekten und Vögel. Ein echter Gewinn für alle!

Die Kommune hat sich zudem vorgenommen, die Mahd seltener durchzuführen. Das gibt den Wildblumen die Chance, sich auszubreiten und die Biodiversität zu fördern. NABU-Projektleiter Martin Klatt betonte die Geduld, die bei der Umsetzung erforderlich ist. Schließlich ist Biodiversität kein Sprint, sondern ein Marathon. Und genau das ist auch das Ziel des Projekts: Städte und Gemeinden bei der Umgestaltung ihrer Grünflächen zu unterstützen, damit wir auch in Zukunft ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur erleben können.

Ein Blick in die Zukunft

Das Projekt „Natur nah dran“ wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Zwischen 2022 und 2026 werden jährlich 15 Städte und Gemeinden unterstützt. Seit dem Start im Jahr 2016, der zweiten Projektstaffel, haben bereits 136 Kommunen von der Initiative profitiert. Über 1000 Teilnehmer wurden in Workshops geschult und insgesamt 290.000 Quadratmeter Grünflächen wurden naturnah umgestaltet. Das ist doch mal ein Grund zur Freude!

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Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Projekte in Albstadt entwickeln und welche neuen Lebensräume für unsere gefiederten und krabbelnden Freunde entstehen. Denn letztlich sind es diese kleinen Schritte, die eine große Wirkung entfalten können. Und vielleicht wird die Stadt Albstadt bald zum Vorbild für andere Kommunen, die sich für den Erhalt der Biodiversität einsetzen wollen.