Ulm, die Donau, ein Angler und ein Geheimnis aus der Vergangenheit – das klingt wie der Stoff, aus dem spannende Geschichten gemacht sind! Am vergangenen Samstag machte der Ulmer Angler Bence Szabo einen bemerkenswerten Fund. Mit seinem Fischfinder, einem Gerät, das Bilder von den Tiefen des Wassers erstellt, entdeckte er ein Autowrack in der Donau. Und nicht irgendein Auto – es handelte sich um einen Opel Manta, der, so schätzen die Experten, wohl seit mehr als 50 Jahren dort verborgen lag. Unglaublich, nicht wahr?

Szabo bemerkte die Umrisse des Fahrzeugs auf dem Display seines Echolots und erkannte sofort, dass er etwas Außergewöhnliches gefunden hatte. Das Auto war rund 4,50 bis 5 Meter lang und lag in einer Wassertiefe von etwa fünf Metern. Auch wenn der Opel Manta nicht mehr der frischeste war – nach all den Jahren im Wasser war der Zustand alles andere als gut – weckte der Fund dennoch die Neugier von vielen. Es stellte sich heraus, dass Szabo nicht zum ersten Mal ein Autowrack entdeckte; er hatte bereits in der Vergangenheit ähnliche Funde gemacht. Diesmal jedoch war es etwas ganz Besonderes.

Ein Einsatz der Extraklasse

Als Szabo die Polizei informierte, ahnte er nicht, dass sein Fund zu einem mehrstündigen Einsatz führen würde. Die Polizei Neu-Ulm wurde sofort zur Fundstelle im Bereich Oberelchingen geschickt. Unterstützt von freiwilligen Feuerwehren aus Oberelchingen und Thalfingen sowie der Wasserwacht, machten sich die Einsatzkräfte daran, das Fahrzeug zu bergen. Taucher der Wasserwacht bestätigten, dass es sich tatsächlich um den alten Opel Manta handelte. Und das war erst der Anfang – die Bergung stellte sich als alles andere als einfach heraus.

Das Technische Hilfswerk (THW) Neu-Ulm wurde mit einem großen Kran zur Unterstützung gerufen. Über sieben Stunden lang arbeiteten mehr als 50 Einsatzkräfte, um das Auto sicher an Land zu ziehen. Der Opel Manta war bis zur Fensterunterkante mit Schlamm gefüllt, was das Gewicht erheblich erhöhte und die Bergung zusätzlich erschwerte. Inmitten von all dem Trubel traten auch Betriebsstoffe aus, weshalb Ölsperren ausgelegt wurden. Ein echter Kraftakt!

Die Fragen bleiben

Die Umstände, wie der Opel Manta in die Donau gelangte, sind noch unklar. Ist er vor Jahrzehnten einfach versunken? Gab es ein Unglück? Die Polizei Neu-Ulm hat die Ermittlungen aufgenommen und wird der Sache auf den Grund gehen. Der Manta, der zwischen 1975 und 1981 gebaut wurde, scheint ein Stück Geschichte mit sich zu tragen – aber welche? Leider wurden keine Kennzeichen gefunden, die Aufschluss über seine Herkunft geben könnten.

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Die Aufregung um den Fund zeigt einmal mehr, wie viel Unbekanntes in unseren Gewässern verborgen liegt. Vielleicht ist die Donau nicht nur Lebensraum für Fische, sondern auch für die Geschichten, die sie seit Jahrzehnten hütet. Und während die Ermittlungen weitergehen, bleibt uns nur, gespannt zu verfolgen, was möglicherweise noch ans Licht kommt.