Heute ist der 4.06.2026 und wir blicken voller Neugier auf das Schaffen eines bemerkenswerten jungen Talents aus Biberach. Clemens Völkle, ein Schüler des Wieland-Gymnasiums, hat sich auf eine spannende Mission begeben: Er möchte mit Pilzmyzel ein biologisch abbaubares Lederersatzmaterial entwickeln. Ja, richtig gehört! Der Gedanke, dass wir eine nachhaltige Alternative zu tierischem und synthetischem Leder schaffen können, ist nicht nur innovativ, sondern auch dringend notwendig. Jährlich verschwinden weltweit Millionen Quadratmeter Leder in der Produktion, und hier kommt Clemens ins Spiel.
Inspiriert von einer Veröffentlichung des Massachusetts Institute of Technology (MIT) über Pilzmyzel, begann der junge Wissenschaftler vor etwa eineinhalb Jahren mit seinen Recherchen. Pilzmyzel, das aus mikroskopisch kleinen, fadenförmigen Zellen besteht, gilt als nachhaltige Lösung in verschiedenen Bereichen. Clemens hat sich besonders die Herausforderungen bei der Herstellung von Lederersatzmaterialien zur Brust genommen. Es geht ihm darum, die Bildung von Pilzkörpern zu vermeiden und die Stabilität der Myzelmatte zu optimieren. Mit dem Reishi-Pilz, der für sein starkes Myzelwachstum bekannt ist, hat er bereits einen vielversprechenden Ansatz gefunden.
Einblicke in die Experimente
Um das Myzel erfolgreich zu kultivieren, hat Clemens eine „Grow-Box“ konstruiert, die es ihm ermöglicht, Fremdpilze fernzuhalten – ein cleverer Schachzug! Aktuell experimentiert er in einem alten Inkubator, der an seiner Schule zur Verfügung steht. Mit einem klaren Ziel vor Augen plant er, Flachs zur Stabilisierung des Myzels zu verwenden, was nicht nur nachhaltig, sondern auch relativ kostengünstig ist. Sein Material ist vollständig recycelbar und steht preislich dem echten Leder in nichts nach. Da kann man nur sagen: Hut ab!
Sein Engagement und seine Leidenschaft haben sich bereits ausgezahlt: Beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ hat er den zweiten Platz belegt! Zudem hat er einen Businessplan für seine Firma Clevo Materials erstellt und zählt zu den fünf Besten im Wettbewerb StartupTeens in der Kategorie „Impact & Sustainability“. Ein großes Ziel vor Augen: In Berlin präsentieren und vielleicht 10.000 Euro gewinnen. Das wäre ein echter Schub für seine jungen Pläne.
Pläne für die Zukunft
Nach dem Abitur plant Clemens, eine Ausbildung zum Elektroniker zu machen und anschließend Luft- und Raumfahrttechnik zu studieren. Eine spannende Kombination! Man fragt sich, was für Ideen er nach diesem Werdegang entwickeln wird. Es ist erfrischend, junge Menschen zu sehen, die mit solcher Leidenschaft und Hingabe an nachhaltigen Lösungen arbeiten, und es lässt hoffen, dass die Zukunft in guten Händen liegt.
Die Welt braucht kreative Köpfe wie Clemens Völkle, die bereit sind, an neuen Lösungen zu tüfteln und die Herausforderungen unserer Zeit anzugehen. In einer Zeit, in der Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit immer wichtiger werden, könnte sein Pilzleder eine echte Revolution sein. Wer weiß, vielleicht sitzen wir in ein paar Jahren in einer Jacke aus Pilzmyzel und genießen das gute Gefühl, Teil einer nachhaltigeren Welt zu sein.