Stuttgart im Wandel: Architektur-Event beleuchtet neue Gestaltungsspielräume
Stuttgart steht vor einem spannenden Diskussionsabend, der die Stadtentwicklung ins Zentrum rückt. Am kommenden Montag um 19 Uhr öffnet der Bund deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) die Türen zu einem Event, das sich unter dem Titel „Die Stadt im Umbau – Eine neue Kultur des Ermöglichens“ mit der Architektur und den Gestaltungsmöglichkeiten bestehender Bauten beschäftigt. Der Abend findet in der Friedrichstraße 5 statt und bietet nicht nur hochkarätige Diskussionen, sondern auch die Möglichkeit zum Mitreden und Mitdenken.
Was geht es genau? Auf der Agenda stehen unter anderem die Gestaltung von Bürokomplexen, Kaufhäusern und Parkhäusern. Geplante Beispiele wie das Eiermann-Areal, das Züblin-Parkhaus und die abgerissene Sportarena bieten spannende Ansätze zur Diskussion. Die Verantwortung, die Architektinnen und Architekten für die Baukultur tragen, und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Architektur und Zivilgesellschaft stehen dabei ebenfalls auf dem Prüfstand. Für die Diskussion konnten namhafte Experten gewonnen werden, darunter Leona Lynen von ZUsammenKUNFT Berlin, Tim Panzer von der Demo Working Group aus Köln sowie Dennis Ewert von ENSEMBLE+Architektur aus Mannheim. Moderiert wird der Abend von Carolin Lahod, die dem Verein Stadtlücken vorsteht. Und für alle, die nicht live dabei sein können, wird ein Livestream angeboten.
Architektur für die Jüngeren
Parallel zur Diskussion um die Architektur der Stadt bietet das StadtPalais spannende Schulprojekte zur Architektur und Stadtplanung für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren an. Dabei steht nicht nur die Stadtgeschichte auf dem Programm, sondern auch die Entwicklung von Modellen und Konzepten für künftige Stadtquartiere. In den Urban Future Labs, die bereits 2021/2022 und 2022/2023 stattfanden, haben die jungen Teilnehmer die Möglichkeit, kreativ zu werden und ihre Ideen umzusetzen. Unter dem Motto „Vertikal, Grün oder Smart“ können sie ihre Visionen vom Leben der Zukunft entwerfen.
Die Projekte verlaufen oft in Schulen, im öffentlichen Raum und im StadtPalais selbst. Hier arbeiten die Kinder in Gruppen, um gemeinsam Konzepte in analogen oder digitalen Formaten wie Minecraft zu entwickeln. Eine fünfköpfige Jury bewertet die Ergebnisse und prämiert die besten Beiträge, die dann in einer Ausstellung im StadtPalais der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Die Rolle von Schulgebäuden
Ein weiteres spannendes Thema, das im Kontext der Architektur immer relevanter wird, sind Schulgebäude. Experten wie Prof. Alexander Schwarz und Christoph Vüllers beschäftigen sich intensiv mit deren Einfluss auf die Entwicklung junger Menschen. Schulgebäude spiegeln nicht nur das Selbstverständnis der Gesellschaft wider, sondern haben auch direkte Auswirkungen auf die Bildungsprozesse. Das neue Konzept der Ganztagsschule bringt dabei signifikante Veränderungen für die Architektur von Schulen mit sich, die nun neu bewertet und gestaltet werden müssen. In Stuttgart wird diese Thematik unter dem Modul „Schulen – Typologie im Wandel“ weiter untersucht, wobei Teams von Studierenden an realistischen Entwürfen arbeiten.
Stuttgart zeigt sich also als lebendiger Möglichkeitsraum für neue Ideen und Konzepte in der Architektur und Stadtplanung. Mit Veranstaltungen wie dem Diskussionsabend des BDA und den vielfältigen Projekten des StadtPalais wird der Weg zu einer zukunftsfähigen Urbanität geebnet. Wir können also gespannt sein, was die Stadtentwicklung in den kommenden Jahren bringen wird.
Für das Event weitere Informationen bietet die Seite der Stuttgarter Nachrichten und mehr über die Schulprojekte findet man auf der Webseite des StadtPalais. Die Bedeutung von Schulgebäuden wird anschaulich auf ioeb-sammlung.de thematisiert.
