Heute ist der 26.05.2026 und die Stadt Stuttgart ist noch ganz im Bann eines denkwürdigen Fußballabends. Der VfB Stuttgart musste sich im DFB-Pokal-Finale dem FC Bayern München mit 0:3 geschlagen geben. Ein bitterer Abschied für Alexander Nübel, der nach drei Jahren seine Zelte in der schwäbischen Metropole abbricht. Die bestätigte Rückkehr zum FC Bayern, wo sein Vertrag bis Sommer 2029 läuft, steht fest. Doch ein Platz im Torwart-Team der Bayern scheint für ihn nicht vorgesehen zu sein.
Nach der Niederlage feierten die Spieler im Club „Bricks“ am Berliner Gendarmenmarkt. Die Stimmung war, trotz der Niederlage, ausgelassen. Nübel und seine Teamkollegen ließen es bis in die frühen Morgenstunden krachen. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth umarmte den Torhüter und Trainer Sebastian Hoeneß fand emotionale Worte für den Einfluss, den Nübel auf den Verein hatte. Er war nicht nur ein Rückhalt im Tor, sondern auch ein wichtiges Mitglied der Mannschaft, das durch seine Leistungen, wie die drittbeste Platzierung in der letzten Bundesliga-Saison in Bezug auf Spiele ohne Gegentor, glänzte.
Nübel und seine Zukunft
Die Zukunft von Alexander Nübel bleibt jedoch ungewiss. Ein Kauf durch den VfB Stuttgart wird als zu kostspielig betrachtet, und eine weitere Leihe gilt als unwahrscheinlich. Stuttgart plant, künftig auf Dennis Seimen zu setzen, der in der letzten Saison an den SC Paderborn verliehen war. Der Sprung zurück ins Rampenlicht wird für Nübel eine Herausforderung. Nach dem Finale feierten die Stuttgarter Fans ihn im Olympiastadion, ein Zeichen, dass seine Zeit in Stuttgart nicht vergessen wird.
Komisch, dass es während der Siegerehrung keinen Kontakt zwischen Nübel und Manuel Neuer gab. Neuer, dessen Vertrag bei Bayern bis zum 30. Juni 2027 verlängert wurde, wird künftig eine Mentoren-Rolle für Jonas Urbig übernehmen. Wie es scheint, ist die Tür für Nübel bei den Bayern endgültig zu. Bayerns Sportvorstand Max Eberl hat bereits klargestellt, dass Nübel keine Zukunft beim FC Bayern hat. Irgendwie traurig, wenn man bedenkt, wie stark die Verbindungen zwischen Torhütern in der Regel sind.
In der kommenden Woche wird Nübel Neuer bei der WM-Vorbereitung in Herzogenaurach wiedersehen. Ein Wiedersehen, das sicherlich von gemischten Gefühlen begleitet sein wird. Nach der WM hat er noch keinen neuen Klub, und die Frage bleibt: Wo wird sein Weg ihn hinführen? Die Ungewissheit über seine sportliche Zukunft schwebt wie ein Schatten über seinen bisherigen Erfolgen. Es bleibt aufregend abzuwarten, wo der Weg des talentierten Torhüters ihn als Nächstes hinführen wird.