In einem bedeutenden Führungswechsel hat Beatrix Andriof am 1. April die Geschäftsführung der Wirtschaftsförderungs- und Standortmarketinggesellschaft Landkreis Sigmaringen mbH (WIS) übernommen. Sie folgt auf Dr. Bernard Kräußlich, der die Gesellschaft seit ihrer Gründung vor 16 Jahren geleitet hat und auf eigenen Wunsch zum 31. Mai ausscheidet. Dieser Wechsel markiert nicht nur einen Neuanfang, sondern auch eine Chance für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Landkreis Sigmaringen.

Beatrix Andriof bringt eine Fülle von Erfahrung in der Wirtschaftsförderung, Projektsteuerung und Netzwerkarbeit mit. Zuvor leitete sie die Stabsstelle Wirtschaftsbeauftragte und Regionalprojekte im Landratsamt Ravensburg und war mehrere Jahre bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Reutlingen tätig, wo sie verschiedene Teams sowie Unternehmensnetzwerke führte. Ihre Expertise wird entscheidend sein, um die WIS in eine neue Ära zu führen.

Gespräche und erste Schritte

In den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit plant Andriof, Gespräche mit Unternehmen, Kommunen und Partnern zu führen, um zuzuhören und den Austausch zu fördern. Dabei setzt sie Schwerpunkte auf Fachkräftesicherung, Weiterbildung und die Stärkung regionaler Netzwerke. Andriof betont die Bedeutung von Bildung und lebenslangem Lernen für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit. Durch den direkten Dialog möchte sie die Bedürfnisse der lokalen Wirtschaft besser verstehen und gezielt auf diese eingehen.

Die WIS hat ohnehin eine enge Zusammenarbeit mit dem Unternehmerverband Landkreis Sigmaringen (UVS), dessen Geschäftsstelle bei der WIS angesiedelt ist. Stefanie Bürkle, Landrätin und Aufsichtsratsvorsitzende der WIS, hebt die Bedeutung des Führungswechsels hervor und dankt Dr. Kräußlich für sein jahrelanges Engagement. Bis zu seinem Ausscheiden wird er die WIS weiterhin begleiten, um eine strukturierte Übergabe sicherzustellen.

Wirtschaftsförderer im Austausch

Wirtschaftsförderer sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Rathäusern und Unternehmen und fördern das Wachstum des Wirtschaftsstandorts. Jüngst fand ein Treffen der Wirtschaftsförderer des Landkreises Ravensburg im Isnyer Rathaus statt, zu dem Andrea Pezold, die Wirtschaftsförderin, eingeladen hatte. Im Historischen Sitzungssaal wurde der Überblick über Stadtentwicklung und Wirtschaftsstandort gegeben, wobei wichtige Kennzahlen, Herausforderungen und Potenziale vorgestellt wurden. Anwesend waren auch Maria Rigal, Geschäftsführerin der WIR, und Beatrix Andriof.

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Ein Blick in die Zukunft

Im Kontext der aktuellen Entwicklungen ist die Neuaufstellung der GRW-Förderung, die am 1. Januar 2026 in Kraft tritt, von großer Bedeutung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat gemeinsam mit den Ländern eine überarbeitete Förderung beschlossen, die einfacher und zukunftsorientierter sein soll. Mit einem Budget von etwa 1,3 Milliarden Euro für 2026 werden verschiedene Maßnahmen gefördert, die auch für die Unternehmen im Landkreis Sigmaringen von Interesse sein dürften.

Diese Veränderungen und die neue Führung bei der WIS bieten die Möglichkeit, den Wirtschaftsstandort Landkreis Sigmaringen weiter zu stärken und attraktiv zu gestalten. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Akteuren vor Ort wird dabei maßgeblich zur Realisierung dieser Ziele beitragen.