Das Triberger Schinkenfest hat einmal mehr bewiesen, dass es weit mehr ist als nur ein kulinarisches Ereignis. Die Wasserfallstadt Triberg verwandelte sich in ein Schlaraffenland für alle, die die Schwarzwälder Tradition hautnah erleben wollten. Tausende Besucher strömten in die Stadt, um die vielfältigen Angebote zu genießen und sich von der herzlichen Atmosphäre mitreißen zu lassen.
Der große Flohmarkt am Samstag und Sonntag stellte dabei einen besonderen Anziehungspunkt dar. Hier konnte man das ein oder andere Schnäppchen ergattern und sich von den Ständen inspirieren lassen. Nikolaus Arnold, der Stadtmarketingleiter, hieß die Gäste im Festzelt willkommen, während Bürgermeister Sven Ketterer mit seinem ersten Fassanstich ein Stück Festtradition einläutete. Für das leibliche Wohl sorgten zahlreiche lokale Vereine, darunter der Fußball-, Sport-, Turn- und Trachtenverein sowie die Feuerwehr, die ein abwechslungsreiches Angebot von Schwarzwälder Schinken über vegetarische bis hin zu veganen Gerichten offerierten.
Musik und Tanz im Festzelt
Am Samstagabend sorgte die Band „Lauterblech“ für musikalische Unterhaltung und ließ das Festzelt erbeben. Tagsüber war die Stimmung durch „Blasmusik Non-Stop“ geprägt, mit Gruppen, die aus verschiedenen Orten anreisten und die Gäste mit ihren Klängen begeisterten. Am Sonntagmorgen eröffnete ein feierlicher Gottesdienst, der von Tänzen der Trachtengruppe Accordina und der Chorgemeinschaft Nußbach begleitet wurde. Der Spielmannszug Bad Canstatt geleitete die Gottesdienstbesucher zum Festzelt, wo die Trachtentänze vor dem Kurhaus zusätzliche Unterhaltung boten.
Besonders beeindruckend war der große Umzug am Sonntagnachmittag. Rund 1000 Trachtenträger und Musiker zogen durch die Straßen, stolz ihre Trachten präsentierend. 35 Vereine hatten sich zusammengefunden, um die Vielfalt der regionalen Trachten und Musikstücke vorzustellen. Ein echtes Fest für die Sinne! Nikolaus Arnold erinnerte währenddessen an die Ursprünge des Schinkenfestes und Bürgermeister Ketterer unterstrich die Bedeutung von Tracht und Musik für die regionale Identität.
Ein Ausflug zur Blumeninsel Mainau
Ein Highlight am Sonntag war der Ausflug der Triberger Trachtenträger und Mitglieder des Trachtenvereins zur Blumeninsel Mainau. Mit dem Zug ging es nach Überlingen, wo an der Uferpromenade zwölf Trachtenkinder ihre Tänze präsentierten. Nachdem die Kinder die Zuschauer verzaubert hatten, ging es mit dem Kursschiff weiter zur Mainau. Dort wurden die Trachtenträger mit offenen Armen empfangen, und die Möglichkeit für Fotos war für viele Besucher ein Muss. Besonders vor dem Schmetterlingshaus war das Kommen der Triberger angekündigt.
Raymond Wiedel, der Uhrenträger, war ebenfalls vor Ort und verteilte Werbeflyer für das kommende Triberger Schinkenfest mit dem Schwarzwälder Trachtenumzug am 26. Mai. Über 900 Trachtenträger haben sich schon angekündigt – ein Zeichen für das große Interesse an dieser lebendigen Tradition! Angelika Wiedel moderierte die Tänze der Kindertrachtentanzgruppe, während Nikolaus Arnold wissenswerte Informationen zu Triberg und seinen Trachten erläuterte. Ein Gruppenfoto vor dem Schloss der Grafenfamilie Bernadotte rundete den Ausflug ab.
Traditionen im Schwarzwald
Die Feierlichkeiten rund um das Schinkenfest sind nicht nur ein Schmaus für den Gaumen, sondern auch ein Fest der Traditionen. Im Schwarzwald wird die Kultur lebendig gehalten, sei es durch den jährlichen Schäferlauf in Wildberg, der als UNESCO-Weltkulturerbe gilt, oder durch die zahlreichen Veranstaltungen, die die regionale Identität stärken. Schafe, die dem Schäfer mit Leckerbissen und ruhigen Kommandos folgen, sind ein Bild, das die Verbundenheit zur Natur und den Traditionen verdeutlicht.
So bleibt das Triberger Schinkenfest ein wichtiger Bestandteil der Schwarzwälder Kultur, ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um das Leben zu feiern, Traditionen zu pflegen und die Gastfreundschaft zu genießen. Ein Fest, das in Erinnerung bleibt und auf das man sich schon jetzt freuen kann!