In der kleinen Stadt Triberg im Schwarzwald-Baar-Kreis wird zurzeit ein Herzensprojekt für den Tierschutz ins Leben gerufen. Der Tierschutzverein Triberg, der seit 1966 stolz eine Auffangstation in der Retsche betreibt, steht vor einer großen Herausforderung: Das bestehende Gebäude ist nicht nur baufällig, sondern erfüllt auch nicht mehr die aktuellen Tierschutzverordnungen. Praktisch heißt das, dass die Tiere, die hier ein neues Zuhause finden sollten, in einem maroden Umfeld leben müssen – ohne fließendes Wasser, ohne Heizung und mit einem Dach, das sich demnächst wahrscheinlich selbst überlassen wird. Ein Neubau ist also dringend notwendig!
Der Tierschutzverein arbeitet unermüdlich, um das Kreistierheim in Donaueschingen zu entlasten. Jährlich erspart der Verein rund 140 Tieraufnahmen, die andernfalls dort untergebracht werden müssten, und das, obwohl das Kreistierheim oft Aufnahmestopps verhängt wegen Überfüllung. Momentan werden die Tiere über private Pflegestellen versorgt – ein System, das zwar funktioniert, aber auf Dauer keine Lösung sein kann. Mit einem Neubau soll endlich ein adäquater Platz für die Tiere geschaffen werden.
Der geplante Neubau
Die Pläne für die neue Auffangstation sind bereits in der Schublade. Geplant ist ein modernes, zweigeschossiges Gebäude, das nicht nur den Bedürfnissen der Tiere gerecht wird, sondern auch den Mitgliedern des Vereins einen Raum bietet. Das neue Heim soll Platz für 20 bis 25 Katzen und bis zu drei Hunde bieten, dazu kommen noch Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen. Ein Hundezimmer mit überdachtem Auslauf und sechs Katzenzimmern – zwei im Untergeschoss und vier im Dachgeschoss – sind Teil des Konzepts. Ein Vereinsraum für Tierschutzstammtische rundet das Ganze ab und schafft einen Ort für Austausch und Gemeinschaft.
Mit den geschätzten Gesamtkosten von etwa 350.000 Euro ist das Projekt jedoch alles andere als günstig. Der Verein, der nur 300 Mitglieder hat, kann diese Summe nicht allein stemmen. Unterstützung kommt von den Gemeinden Triberg, Schonach und Schönwald, sowie von Zuschüssen des Deutschen Tierschutzbundes und dem Regierungspräsidium. Aber das reicht nicht aus. Um die Finanzierung zu sichern, wurde ein Spendenaufruf gestartet, mit dem Ziel, 20.000 Euro zu sammeln. Spenden können bequem über die Plattform GoFundMe getätigt werden. Sollte die Finanzierung nicht ausreichen, könnte es sein, dass der Vereinsraum zunächst weggelassen oder der Bau schrittweise umgesetzt werden muss.
Ein wichtiger Schritt für die Region
Der Tierschutzverein möchte langfristig handlungsfähig bleiben und die Tiere optimal versorgen können. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung – sowohl für die Tiere als auch für die Menschen, die sich leidenschaftlich um sie kümmern. Eine Bauvoranfrage wird derzeit bei der Stadt Triberg eingereicht, und der Bauantrag soll bis Oktober vorliegen. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte der Bau im Frühjahr 2027 beginnen und die Fertigstellung bereits für 2028 vorgesehen sein. Das wäre ein großer Schritt in die Zukunft.
Diese Initiative ist nicht nur ein Zeichen für den Tierschutz in der Region, sondern auch ein Beispiel für das Engagement vieler Menschen, die sich für das Wohl von Tieren einsetzen. Es zeigt, wie wichtig es ist, solche Auffangstationen zu unterstützen – nicht nur für die Tiere, die ein Zuhause brauchen, sondern auch für die Gemeinschaft, die dadurch entlastet wird. Wer helfen möchte, hat jetzt die Gelegenheit, mit einer Spende einen Unterschied zu machen. Denn letztlich sind es die kleinen Taten, die Großes bewirken können.