Neuer Glanz für J.G. Weisser: Maschinenbau-Pionier nach Insolvenz auf der Überholspur
Das Herz der Maschinenbauindustrie in St. Georgen schlägt wieder kräftig! Nach fast zwei Jahren voller Unsicherheiten und einem Insolvenzverfahren, das wie ein Schatten über der traditionsreichen J.G. Weisser Söhne GmbH schwebte, gibt es endlich Licht am Ende des Tunnels. Am 28. September 2024 wurde die Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Villingen-Schwenningen angemeldet. Doch nun, im Jahr 2026, strahlt das Unternehmen – gegründet 1856 – in neuem Glanz. Nach einem herausfordernden Weg mit einem Stellenabbau und der aufsehenerregenden Übernahme durch eine US-Firmengruppe, die selbst in der Insolvenz landete, wurde eine Rettung gefunden.
Zu Beginn des Verfahrens zählte die J.G. Weisser Söhne GmbH noch rund 340 Mitarbeiter. Die Einschnitte waren spürbar: 108 Arbeitsplätze gingen verloren. Doch jetzt können die verbleibenden Mitarbeiter aufatmen, denn weitere Einschnitte sind nicht mehr zu befürchten. Das Unternehmen firmiert zukünftig unter dem Namen J.G. Weisser GmbH und wird von einem Konsortium aus vier ehemaligen Führungskräften übernommen – ein Management-Buy-out, das nicht nur wirtschaftliche Stabilität verspricht, sondern auch einen neuen Aufbruch in die Zukunft.
Starker Umsatz und innovative Maschinen
Mit einem Umsatz von 59 Millionen Euro im Jahr 2023 hat J.G. Weisser GmbH bewiesen, dass trotz der schwierigen Zeiten noch Potenzial vorhanden ist. Ursprünglich als Hersteller von Drehbänken und Schraubstöcken für die Uhrenindustrie gestartet, hat sich das Unternehmen mittlerweile auf hochpräzise Maschinen für verschiedene Branchen spezialisiert. Das ist keine Kleinigkeit! Die Fähigkeit, sich an wechselnde Marktbedürfnisse anzupassen, wird in der heutigen Zeit immer wichtiger. Generalbevollmächtigter Markus Fauser zeigt sich erfreut über die positive Wende und dankt allen Beteiligten – von den Mitarbeitern bis zu den Gläubigern – für ihre unermüdliche Unterstützung.
Insolvenzverfahren sind nie ein leichtes Thema. Sie betreffen nicht nur die Unternehmen selbst, sondern auch die gesamte Wirtschaft. Man kann fast sagen, dass sie wie ein Sturm durch die Landschaft fegen und oft Arbeitsplätze und Lieferketten in Mitleidenschaft ziehen. Laut Statistiken sind etwa 80 % der insolventen Unternehmen Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten. Großinsolvenzen, wie sie bei J.G. Weisser stattfanden, sind zwar selten – machen aber weniger als 1 % aus und haben oft die größte wirtschaftliche Auswirkung. Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, auf die Zeichen der Zeit zu achten und vorausschauend zu handeln.
Wachsamkeit in der Insolvenz
Mit der Erleichterung über die Rettung von J.G. Weisser kommt auch die Verantwortung, wachsam zu bleiben. Die Internetseite zur Bekanntmachung von Insolvenzen in Deutschland warnt beispielsweise vor irreführenden Angeboten und Zahlungsaufforderungen, die oft nicht von Justizbehörden stammen. Es gibt immer wieder Fälle, in denen Unternehmen oder Privatpersonen zur Zahlung angeblicher Gebühren aufgefordert werden, die keinen rechtlichen Hintergrund haben. Solche Schreiben sind nicht nur ärgerlich, sondern können auch ernsthafte finanzielle Folgen haben, wenn man darauf hereinfällt. Die Gerichte selbst werden niemals telefonisch zur Zahlung auffordern und nutzen keine privaten E-Mail-Adressen. Daher ist es ratsam, im Zweifelsfall direkt das zuständige Gericht über offizielle Kanäle zu kontaktieren.
Am Ende des Tages zeigt die Geschichte von J.G. Weisser, dass auch nach stürmischen Zeiten ein Neuanfang möglich ist. Die Zukunft der Maschinenbauindustrie in der Region könnte, mit einem klaren Fokus auf Innovation und Stabilität, hell erstrahlen. Lassen wir uns überraschen, wohin der Weg für die J.G. Weisser GmbH führt – und ob sie ihren Platz als Vorreiter in der Branche behaupten kann.
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