Zellen mit Gedächtnis: Wie Sara Wickström die Mechanobiologie revolutioniert
Die Welt der Wissenschaft kann manchmal wie ein großes, geheimnisvolles Buch erscheinen, dessen Seiten sich nur langsam öffnen. Das gilt besonders, wenn es um die neuesten Entdeckungen im Bereich der Zellforschung geht. Am 18. September 2026 wird in Hamburg der Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft verliehen, und in diesem Jahr hat sich eine ganz besondere Forscherin hervorgetan: Sara Wickström. Sie erhält diese Auszeichnung für ihre bahnbrechenden Erkenntnisse darüber, wie Zellen auf mechanischen Druck und Zug reagieren. Ein Thema, das nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für uns alle von enormer Bedeutung sein könnte.
Sara Wickström, die sowohl in Münster als auch in Helsinki forscht, hat 2016 einen Mechanismus entdeckt, der zeigt, dass Zellen viel mehr sind als nur passive Akteure, die durch genetische Programme oder chemische Botenstoffe gesteuert werden. Vielmehr schalten diese winzigen Bausteine des Lebens bestimmte Gene an oder ab, sobald sie physischen Belastungen ausgesetzt sind. Diese Erkenntnis könnte die Tür zu neuen Therapien gegen Krebs, Organvernarbungen und altersbedingte Erkrankungen öffnen – ein echter Lichtblick für die Medizin! Und das ist noch nicht alles: Wickström plant, das Preisgeld von einer Million Euro in die Erforschung des „Gedächtnisses“ der Zellen zu investieren. Das klingt fast wie Science-Fiction, oder? Aber es ist ganz real.
Ein Blick in die Mechanobiologie
Was genau bedeutet das für die Zellen? Wickström gilt als eine der Mitbegründerinnen der Zellkern-Mechanobiologie. Das klingt fast wie ein Zauberwort, aber es beschreibt einfach den Einfluss physischer Kräfte auf die Zellen. Ihre Forschungsarbeit zeigt, dass diese Zellen kontinuierlich ihre Umgebung „abtasten“ und sich anpassen können. Wie kleine Sensoren, die ständig auf der Suche nach Veränderungen sind. Es ist faszinierend zu denken, dass physische Einwirkungen nicht nur die Entwicklung von Geweben, sondern auch die Wundheilung und Alterungsprozesse beeinflussen können.
Wickström hat sogar nachgewiesen, dass Zellen ein „Gedächtnis“ für Verletzungen und mechanische Belastungen entwickeln können. Das ist wie ein biologisches Tagebuch, das ihnen hilft, sich an frühere Erfahrungen zu erinnern. Die Frage, die sie sich stellt, ist: Wie entstehen diese Erinnerungen? Und können wir sie vielleicht nutzen, um Krankheiten besser zu bekämpfen? Diese Überlegungen könnten einen revolutionären Fortschritt in der Medizin darstellen.
Ein Preis mit Geschichte
Der Körber-Preis wird seit 1985 jährlich für herausragende Forschungsdurchbrüche in den Physical oder Life Sciences in Europa verliehen. Ursprünglich ins Leben gerufen von Kurt A. Körber, hatte dieser Preis ein politisches Anliegen: den Eisernen Vorhang zwischen Ost- und Westeuropa durchlässiger zu machen. In den letzten Jahren wurde der Fokus jedoch auf einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gelegt, die an europäischen Institutionen forschen. Preisträger wie Wickström stehen für die europäischen Ideale und die Stärkung von Europas Rolle im globalen Wettbewerb um die besten Köpfe und Ideen. Ein schöner Gedanke! Und eine Verpflichtung, die nicht zu unterschätzen ist.
Die Preisverleihung wird Teil des Hamburg Science Summit sein, der am 17. September stattfindet und europäische Spitzenkräfte aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammenbringt. Die Ereignisse um den Preis sind nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung für die Forschung, sondern auch eine Plattform, auf der neue Ideen und Kooperationen entstehen können. Das könnte für die Zukunft der Wissenschaft in Europa von enormer Bedeutung sein.
Insgesamt zeigt die Geschichte von Sara Wickström und ihrer Forschung, dass die Wissenschaft niemals stillsteht. Vielleicht ist es gerade die Neugier, die uns antreibt, die Geheimnisse des Lebens weiter zu entschlüsseln. Und wer weiß, vielleicht wird eines Tages eine kleine Entdeckung über Zellen unser Leben grundlegend verändern.
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