Wochenmarkt Rottweil: Politische Debatten im Schatten der Waffeln
Heute ist der 18.07.2026, und in Rottweil gibt es wieder Aufregung auf dem Wochenmarkt. Am Samstagvormittag war Karl-Heinz Faisst, der Organisator der AfD im Wahlkreis Rottweil/Tuttlingen, mit einer Kneifzange unterwegs. Wo genau? Vor dem frisch errichteten AfD-Stand, der nach Beschwerden von zwei Geschäftsinhabern auf dem Markt teilweise zurückgebaut wurde. Es ist ja schon ein bisschen kurios – da steht ein Stand, und die Stimmung kippt, bevor die ersten Waffeln verkauft werden können!
Die Beschwerden kamen von nichts Geringerem als Sabine Horn, der Inhaberin des „Schweizer Lädele“, und dem Betreiber des Cafés Cappuccino. Beide waren ordentlich verärgert, weil sie nicht im Vorfeld über die Platzierung des Standes informiert wurden. In einer E-Mail an das Ordnungsamt machte Horn ihrem Unmut Luft und teilte mit, dass Kunden beim Vorbeigehen am AfD-Stand zögerten, was sich negativ auf ihre Geschäfte auswirkte. Und das kann man sich ja gut vorstellen – wer will schon in der Nähe von politischen Diskussionen seinen Kaffee genießen?
Ein Platzproblem
Horn war bei ihrer Kritik nicht gegen die AfD als Partei eingestellt, sondern richtete sich gegen die Größe des Standes vor ihren Geschäften. Der Pavillon des AfD-Standes war, wie sich herausstellte, ordnungsgemäß von der Stadt genehmigt, aber er nahm offensichtlich mehr Platz ein als ursprünglich erlaubt. Faisst, der in dieser Situation nicht nur als Standbetreiber, sondern auch als Gesprächspartner auftrat, erklärte, dass es sich hierbei nicht um einen Wahlkampf handele. Vielmehr sei die Aktion als Teil von Bürgergesprächen gedacht. Das klingt ja fast nach einem Dialog, oder? Aber die Realität sah etwas anders aus.
Die Reaktion der Marktbesucher war eher verhalten. Sowohl Faisst als auch der Bundestagsabgeordnete Joachim Bloch mussten feststellen, dass viele Besucher nicht wirklich bereit waren, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Das ist, gelinde gesagt, nicht gerade ein Zeichen von Begeisterung!
Ein Kompromiss in Sicht?
<pFaisst zeigte sich immerhin kompromissbereit und entfernte Plakate, die zu nah an den Geschäften waren. Er bot sogar an, bei zukünftigen Aktionen einen anderen Standort zu wählen. Horn war zwar nicht ganz zufrieden mit dieser Lösung, zeigte sich aber erleichtert über das Angebot, den Standort zu wechseln. Irgendwie scheint es also noch Hoffnung für die Marktbesucher und die Geschäftsinhaber zu geben, dass man in Rottweil einen Weg findet, um politische Akzente zu setzen, ohne den täglichen Geschäftsverkehr zu stören.
So bleibt festzuhalten, dass der Wochenmarkt in Rottweil nicht nur ein Ort für frische Produkte und Leckereien ist, sondern auch für politische Debatten – auch wenn die nicht immer auf Begeisterung stoßen. Die Frage bleibt, wie sich die Dynamik zwischen Politik und lokalem Gewerbe weiterentwickeln wird. Aber wie heißt es so schön? Man muss die Dinge nehmen, wie sie kommen – und der Wochenmarkt wird sicher immer ein spannender Ort bleiben!
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