Die Dunninger Tankstelle, ein wahrer Zeitzeuge, hat eine bewegte Geschichte, die bis ins Jahr 1926 zurückreicht. Can you believe it? Über 100 Jahre! Emil Hils, der Urgroßvater von Reinhard Dähne, war der Mann, der alles ins Rollen brachte. Damals begann er mit dem Verkauf von Treibstoff für Motorräder. Der Literpreis? Ganze 36 Pfennig – eine Welt, die heute nur noch wie aus einem alten Märchen klingt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Fahrradhandel von Emil Hils einen Umbruch und verwandelte sich in den Handel mit Mopeds und Mofas. 1959 schloss sein Sohn, Adolf Hils, einen Kooperationsvertrag mit der NSU, was den Einstieg in den Verkauf von Autos und Landmaschinen markierte. Das Wachstum der Fahrzeuge erforderte bald mehr Platz, was 1967 zum Bau eines überdachten Einstellplatzes führte. Und dann, 1969, die Fusion der Auto Union GmbH mit NSU – ein Wendepunkt, der die Zusammenarbeit mit Adolf Hils abrupt beendete.

Von der Werkstatt zur modernen Tankstelle

1970 wurde der Abstellplatz in eine moderne Hochdruck-Autoputzstelle umgebaut und 1973 folgte der Bau einer Werkstatt mit fünf Arbeitsplätzen. Ein paar Jahre später, 1989, übernahm Reinhard Dähne (Senior) die Firma. Die Struktur wandelte sich zu einer freien Werkstatt, die bis 2016 an der Rottweiler Straße aktiv war. Die Eröffnung der Umgehungsstraße brachte frischen Wind – eine neue Tankstelle an der Peter-Birk-Straße wurde gebaut. Seit 2014 ist die Tankstelle an der B462 ein großer Shop mit Bistro, das sich als beliebter Treffpunkt etabliert hat.

Das Bistro ist ein echter Geheimtipp! Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: von verschiedenen Frühstücksoptionen über saftige Burger bis hin zu klassischen Gerichten wie Schnitzel mit Pommes. Der Shop selbst hat ebenfalls viel zu bieten – Tabakwaren, Alkohol, Süßwaren und sogar Kfz-Zubehör. Ein wahres Paradies für Reisende und Einheimische!

Die NSU und die Bedeutung für die Region

Die Verbindung zur NSU ist nicht nur historisch, sondern auch von großer Bedeutung für den regionalen Automobilhandel. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die NSU-Werke AG finanziell angeschlagen und brauchte dringend einen Neuanfang. Walter Egon Niegtsch, der 1946 als Generaldirektor eintrat, gab dem Unternehmen eine neue Perspektive, indem er die Motorradproduktion wiederbelebte. So wurden Modelle wie die NSU Quick und die NSU 251 OSL ins Leben gerufen – echte Klassiker, die in den 1950er Jahren die Herzen vieler Motorradfahrer eroberten.

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Die NSU-Motorräder waren nicht nur in Deutschland beliebt, sondern wurden auch in 90 Länder exportiert! Diese Erfolgsgeschichte führte dazu, dass NSU in den 1950er Jahren der größte Zweiradhersteller der Welt wurde. Auch die Autos der NSU, wie der berühmte NSU Prinz, der 1953 als erstes Nachkriegsfahrzeug entwickelt wurde, haben einen wichtigen Platz in der deutschen Automobilgeschichte.

Der Wandel der Tankstellen

Tankstellen, wie die in Dunningen, sind seit über 100 Jahren ein fester Bestandteil der Verkehrsgeschichte. Sie entstanden mit der Erfindung des Automobils und wurden schnell zu einem unerlässlichen Teil des Alltags. Ursprünglich wurden Kraftstoffe von Drogerien und Kolonialwarenhändlern verkauft. Es war die Zeit, als Sylvanus F. Bowser 1898 die erste Zapfpumpe entwickelte. Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte die deutsche Mineralölindustrie einen Wandel, und Tankstellen schossen wie Pilze aus dem Boden.

Die Dunninger Tankstelle hat all diese Veränderungen miterlebt und sich stets an die Bedürfnisse der Zeit angepasst. Vom bescheidenen Treibstoffverkauf in den 1920er Jahren bis hin zu einem modernen Bistro und Shop – sie ist ein Stück lebendige Geschichte. Wer hier an der B462 vorbeifährt, kann nicht nur tanken, sondern auch ein Stück der regionalen Identität genießen. Ein Besuch lohnt sich allemal!