Heute, am 13. Mai 2026, war es soweit: In der Astoria-Halle im malerischen Rhein-Neckar-Kreis versammelten sich über 130 Schulsozialarbeiter zur Jahrestagung, die von der Fachstelle Jugendarbeit/Jugendschutz des Rhein-Neckar-Kreises organisiert wurde. Das Thema der Veranstaltung – „Klare Werte in unsicheren Zeiten – Schulsozialarbeit für Demokratie und Vielfalt“ – könnte in der heutigen Zeit nicht relevanter sein. Hier treffen sich die Köpfe, die sich für die Belange junger Menschen einsetzen und versuchen, ihnen in einem oft chaotischen Alltag Halt zu bieten.
Manuel Lehner, der stellvertretende Amtsleiter des Jugendamts, eröffnete die Veranstaltung und würdigte die unermüdliche Arbeit der Schulsozialarbeiter. Seine Worte waren voller Anerkennung und Respekt. Bürgermeister Matthias Renschler schloss sich diesem Lob an und unterstrich die Bedeutung von verlässlicher Orientierung und klaren Werten. „In unsicheren Zeiten brauchen unsere jungen Menschen Halt“, betonte er und dankte besonders Manfred Bugert, dem Koordinator der Schulsozialarbeit in Walldorf, für dessen engagiertes Team.
Impulse für die Zukunft der Demokratiebildung
Die Jahrestagung war nicht nur eine Plattform für gegenseitigen Austausch, sondern auch ein Ort der Inspiration. In verschiedenen Workshops hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit Referenten über eine Vielzahl von Themen auszutauschen. Ein Highlight war der Vortrag von Dr. Oliver Bokelmann von der Universität Münster, der über „Demokratiebildung in der Schule – Ansätze und Perspektiven der Schulsozialarbeit“ sprach. Sein Input war nicht nur lehrreich, sondern auch ein echter Augenöffner für viele Anwesende.
Manfred Bugert war sichtlich erfreut über die positive Resonanz der Veranstaltung. „Die Diskussionen und der Input zur Demokratiebildung waren einfach fantastisch“, sagte er und strahlte dabei. Es ist nicht zu leugnen, dass in der Schulsozialarbeit ein gewaltiges Potenzial für die Gestaltung der Zukunft steckt. Aber wie können Schulen wirklich zur Stärkung der Demokratie beitragen?
Herausforderungen der Demokratiebildung
Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung legt nahe, dass Schulen Unterstützung auf mehreren Ebenen benötigen, um die Demokratiebildung zu intensivieren. Es wird empfohlen, den Schulen Instrumente zur Verfügung zu stellen, um regelmäßig Feedback von Schüler:innen einzuholen – digitale Befragungen, die die Schüler:innen selbst durchführen können, sind eine vielversprechende Möglichkeit. Das klingt nach einem Schritt in die richtige Richtung!
Außerdem wird ein grundlegender Mentalitätswandel in der Schulpolitik gefordert. Schulen sollten mehr Freiheiten in der Unterrichtsgestaltung erhalten und flexiblere Lehrpläne bekommen. Schulleitungen und Lehrkräfte müssen gezielt qualifiziert werden, um die Mitbestimmung der Schüler:innen zu fördern. „Mit den richtigen Rahmenbedingungen können Schüler:innen unabhängig von Schulart und Ganztagstyp stärker an Unterricht und Schulleben beteiligt werden“, so die Studie. Ein guter Ansatz, um die Stimmen der Schüler:innen endlich laut und deutlich hörbar zu machen!
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Stärkung der Mitbestimmungsrechte der Schülervertretungen. Diese sollten aktiv in schulpolitische Diskussionen eingebunden werden. Nur so können die realen Bedürfnisse und Wünsche der jungen Menschen Gehör finden. Und das ist es schließlich, worum es in der Schulsozialarbeit geht: die Stimme der Jugend zu stärken und ihnen eine Plattform zu bieten.
In der Astoria-Halle war die Stimmung heute von Hoffnung und Engagement geprägt. Es bleibt zu hoffen, dass die Anregungen und Ideen, die hier geboren wurden, auch in der Praxis nachhaltig umgesetzt werden. Denn letztlich sind es die jungen Menschen, die unser aller Zukunft gestalten werden.