Heute ist der 2.06.2026 und in Reutlingen gibt es wie in vielen anderen Städten in Deutschland einen Wandel im Möbelhandel. Die Möbel-Kette Roller, die vielen bekannt sein dürfte, hat in letzter Zeit eine Reihe von Filialschließungen bekannt gegeben. Insgesamt sind es bereits sieben Geschäfte, die innerhalb eines Jahres dichtgemacht wurden. Die jüngste betroffen Filiale ist die in Offenbach, die Mitte Juli 2026 schließen wird. Und während der Räumungsverkauf dort noch läuft, fragen sich viele, was die Gründe hinter diesen Veränderungen sind.
Mit 120 Filialen war Roller einst eine feste Größe im deutschen Möbelmarkt. Doch der Druck im Handel, insbesondere durch ein zurückhaltendes Konsumverhalten, hat auch vor diesem Discounter nicht Halt gemacht. Die Schließungen sind nicht einfach nur das Ergebnis wirtschaftlicher Schwierigkeiten, sondern auch Teil einer strategischen Überprüfung der Standorte. Roller möchte wirtschaftlich stabile und rentable Geschäfte weiterentwickeln und modernisieren, was bedeutet, dass nicht jeder Standort die Zukunft hat. Das Unternehmen hat bereits bestätigt, dass die Schließungen Einzelfallentscheidungen sind und keinen generellen Rückzug darstellen.
Die betroffenen Filialen
Die Liste der geschlossenen und angekündigten Schließungen ist lang. Neben der Offenbacher Filiale haben bereits die Geschäfte in Husum, Crailsheim, Gera, Villingen, Reutlingen und Oldenburg ihre Türen für immer geschlossen oder werden dies bald tun. Besonders die Filiale in Husum hat bereits im September 2025 den Betrieb eingestellt. Die Schließungen in Reutlingen und Oldenburg sind sogar vorgezogen worden; beide Standorte sind bereits Geschichte. In Gera läuft derzeit ebenfalls ein Räumungsverkauf, der bis zum 30. Mai 2026 andauern wird.
Die Räumungsverkäufe sind mit Rabatten von bis zu 30% auf Ausstellungsware und zusätzlich 2% für Nutzer der Roller-App ausgestattet. Das ist natürlich verlockend, vor allem für Schnäppchenjäger! Aber Vorsicht: Die Rabatte gelten nur solange der Vorrat reicht und sind nicht mit anderen Aktionen kombinierbar, es sei denn, man nutzt die App.
Die Mitarbeiter und die Zukunft von Roller
Ein großes Fragezeichen bleibt hinter den Mitarbeitern, die von den Schließungen betroffen sind. Unklar ist, wie viele ihre Jobs verlieren werden. Roller hat jedoch versichert, dass betroffenen Mitarbeitern offene Stellen in der Umgebung angeboten werden. Das ist zumindest ein kleiner Lichtblick in einer schwierigen Situation.
Mit den bevorstehenden Schließungen wird Roller nach dem endgültigen Abschluss nur noch 110 Filialen in Deutschland haben. Ein großer Schritt zurück für eine Kette, die noch vor wenigen Jahren stark expandierte. Wie es weitergeht? Das bleibt abzuwarten. Die Möbelbranche ist im Umbruch, und nur die Zeit wird zeigen, ob Roller seinen Platz an der Spitze des Marktes zurückerobern kann oder ob weitere Filialen folgen werden.
Die Herausforderungen, mit denen Roller konfrontiert ist, sind nicht einzigartig. Viele Möbelhäuser kämpfen mit ähnlichen Problemen. Die Frage des Konsumverhaltens, die Konkurrenz durch andere Discounter und die Notwendigkeit, sich an einen sich ständig ändernden Markt anzupassen, sind Themen, die auch andere Unternehmen beschäftigen. Es bleibt spannend, wie sich die Branche entwickeln wird und welche Lehren Roller aus dieser Situation ziehen kann.