Ein freilaufender Pfau sorgt seit Wochen für Aufregung im Kreis Reutlingen. Anfänglich waren es sogar zwei der majestätischen Vögel, die durch die Nachbarschaft streiften. Doch während einer von ihnen weiterhin umherzieht, ist das Schicksal des anderen ungewiss. Die Polizei steht momentan vor einem Rätsel: Wer vermisst diesen farbenprächtigen Vogel? Der erste Sichtungsbericht stammt aus Betzingen, gefolgt von einer weiteren Entdeckung in Wannweil. Am 1. Mai wurde der Pfau schließlich in Kusterdingen gesichtet, von wo aus er mehrere hundert Meter in die Lüfte entschwand. Seine Wanderstrecke führt ihn weiter über Pfullingen und die beeindruckende Schwäbische Alb.

In Sonnenbühl-Undingen wurde der Versuch unternommen, den Pfau einzufangen, doch die Mühe blieb ohne Erfolg. Susanne Mader, eine aufmerksame Anwohnerin, hat in ihrem Garten in Sonnenbühl-Genkingen einige beeindruckende Bilder des Pfaus geschossen. Die Frage, die sich nun aufdrängt: Handelt es sich immer um denselben Pfau? Es könnte sein, dass der zweite Vogel einem Raubtier zum Opfer gefallen ist oder schlichtweg verhungert ist. Die Verantwortlichkeiten sind unklar, denn Pfauen gelten als Haustiere, weshalb weder die Wildtierbehörde noch das Vogelschutzzentrum zuständig sind.

Der Pfau und seine balzenden Instinkte

Rainer Föhringer, der selbst Pfauen hält, hat eine interessante Theorie: Der Pfau könnte auf der Suche nach Weibchen sein, da zurzeit Balzzeit herrscht. Das Einfangen eines solchen Tieres ist kein einfaches Unterfangen. Es erfordert viel Geschick und einen Überraschungsmoment, um das scheue Tier zu fangen. Derzeit unternimmt die Polizei nichts, solange der Pfau keine Verkehrsbehinderungen verursacht. Sollte es jedoch zu einer erfolgreichen Fangaktion kommen, würde das Tierheim die Verantwortung übernehmen.

Wer nun denkt, dass die Geschichte des Pfaus nur eine lokale Anekdote ist, der irrt sich gewaltig. Der Schutz von Arten ist ein wichtiges Thema, das über die Grenzen von Reutlingen hinausgeht. Der NABU, der Naturschutzbund Deutschland, setzt sich aktiv für den Erhalt wildlebender Arten in ihren Lebensräumen ein. Er kämpft gegen Wilderei und den illegalen Handel mit Wildtieren. Das Grundsatzprogramm „Artenvielfalt“ des NABU beleuchtet die Gründe für das Artensterben und zeigt auf, welche Maßnahmen erforderlich sind, um das Überleben gefährdeter Arten zu sichern.

Hilfe für Tiere in Not

Und was hat das mit unserem Pfau zu tun? Nun, das Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, auf die Bedürfnisse und den Schutz von Tieren zu achten, auch wenn es sich um Haustiere handelt. Wer einen verletzten oder verloren gegangenen Vogel findet, kann sich beim Tierschutzverein Reutlingen melden. Die Öffnungszeiten sind recht flexibel, jedoch nur an bestimmten Tagen offen – Montag und Dienstag nur mit Termin, Mittwoch und Freitag von 14.00 bis 16.00 Uhr, und der Donnerstag bleibt gänzlich geschlossen.

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In Notfällen oder wenn Tiere abgegeben werden müssen, ist eine telefonische Absprache unter 07121/14480660 notwendig. Der Verein bietet nicht nur Unterstützung für Hunde und Katzen, sondern auch für Kleintiere und Vögel. Wer Fragen hat, kann sich per E-Mail an die jeweiligen Ansprechpartner wenden – das ist doch mal ein guter Service, oder?

Die Geschichten unserer tierischen Nachbarn, wie die des Pfaus, zeigen, dass jedes Lebewesen seine Daseinsberechtigung hat. Lassen wir uns überraschen, wo uns dieser bunte Vogel als Nächstes begegnen wird!