Die Schwarzenbach-Talsperre in Forbach, ein beeindruckendes Bauwerk, das mittlerweile fast 100 Jahre alt ist, durchlebt gerade eine spannende Phase. Seit dem Winter wird das Wasser sukzessive abgelassen – und da sind wir schon mitten im Geschehen. Die Talsperre hat ein Volumen von stolzen 14 Millionen Kubikmetern, was in etwa 5.600 Olympia-Schwimmbecken entspricht! Ein wahres Riesenbecken. Doch nun wird es leerer, und das hat seine Gründe. Sanierungsarbeiten an der Staumauer stehen an, die weitreichende Maßnahmen erfordern. So werden bis Oktober die Verschlussvorrichtungen erneuert, Beton- und Metallbauteile instand gesetzt und neue Uferstrukturen geschaffen, alles im Zuge der Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerks, das voraussichtlich 2027 in Betrieb geht.

Doch was passiert mit den Fischen, die in der Talsperre leben? Diese Frage haben sich viele Angler gestellt. Fast fünf Tonnen Fisch wurden aus dem Wasser geholt – ein beeindruckendes Unterfangen. Der Angelsportverein Rastatt 1923 war hier aktiv und berichtete von sieben Einsätzen. Die Fische wurden mit Netzen und Elektrobefischung gefangen und in umliegende Gewässer umgesetzt. Dabei wurde darauf geachtet, dass die verbleibenden Fische, vor allem junge Barsche und kleine Ukeleis, in das Tosbecken bei Forbach umgesiedelt werden. Dort gibt es genug Sauerstoff für ein Überleben und eine gesunde Entwicklung.

Ein Blick auf die Sanierungsarbeiten

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten sind nun mehr als notwendig. Die Staumauer selbst ist 400 Meter lang und 65 Meter hoch – beeindruckende Dimensionen, die bei der Inspektion der Struktur in Augenschein genommen werden. Die letzte vollständige Absenkung fand vor etwa 30 Jahren statt, und die aktuelle Leerung des Stausees zeigt sich als eine seltene Gelegenheit für die Region, dieses Bauwerk so zu erleben. Dabei ist die Absenkung des Wasserspiegels ein langwieriger Prozess; es zieht sich über Monate mit einer wöchentlichen Absenkung von etwa einem Meter.

Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan, was sicher auch dem niederschlagsarmen Wetter im April geschuldet ist. Ein bisschen Regen gab’s zwar Mitte Mai, aber das Treibgut blieb in geringerem Umfang als erwartet. Dennoch kann es in den kommenden Wochen zu Sperrungen von Uferwegen kommen. Sicherheit geht vor, und die Bergung weiterer Objekte aus dem Stausee ist erst nach vollständiger Leerung möglich.

Pumpspeicherkraftwerke im Fokus

Der Energiekonzern EnBW hat mehr als 280 Millionen Euro in die Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerks investiert. Ein mutiger Schritt, denn Pumpspeicherkraftwerke stehen im Kontext der Energiewende immer mehr im Fokus. Sie gelten zwar nicht als die wirtschaftlichsten Lösungen, sind jedoch unverzichtbar, um den Anforderungen einer nachhaltigen Energieproduktion gerecht zu werden. In Forbach wird seit einem Jahr an einem neuen Pumpspeicherkraftwerk gearbeitet, das durch zwei große Höhlen, die sogenannten Kavernen, entlastet wird. Diese Lösung ist umweltfreundlicher und erfordert weniger Eingriffe in die Natur.

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Die Technik hinter diesen Kraftwerken ist spannend: Sie funktionieren in zwei Richtungen – entweder durch Wasserabfluss zur Stromerzeugung oder durch Hochpumpen von Wasser zur Speicherung. Doch auch hier gibt es Herausforderungen. Geeignete Standorte sind rar, und die Anlagen benötigen viel Platz. Die Region hat hier die Möglichkeit, eine Vorreiterrolle einzunehmen und gleichzeitig einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.