Die Vogelgrippe (H5N1) breitet sich in Baden-Württemberg aus und sorgt für große Besorgnis unter Geflügelhaltern und Tierhaltern. Laut einem Bericht von insideBW wurden im Ortenaukreis und im Landkreis Heilbronn neue Fälle registriert. Der Nachweis des H5N1-Virus erfolgte bei einem Schwan am Rhein sowie bei einer Graugans am Breitenauer See. Besonders alarmierend: Der Befund im Landkreis Heilbronn wurde bereits am 5. November 2025 durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Damit sind insgesamt zwei Regionen in Baden-Württemberg betroffen.

Im Landkreis Heilbronn sind bis dato keine weiteren Fälle bekannt, dennoch empfehlen die Behörden dringend, Biosicherheitsvorkehrungen einzuhalten. Dazu zählen der Einsatz von Schutzkleidung, die Trennung von Wild- und Haustieren sowie die gründliche Reinigung von Stallbereichen. Auch im Ortenaukreis wurde ein erster Fall gemeldet: Ein tot aufgefundener Schwan bei Neuried war positiv auf H5N1 getestet worden. Die Gemeinden Kehl, Willstätt und Neuried gelten nun als Überwachungszonen, in denen strenge Hygiene- und Meldepflichten herrschen.

Hygienemaßnahmen und Stallpflicht

Das Landratsamt des Ortenaukreises hat bereits eine Allgemeinverfügung erlassen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Geflügelhalter werden aufgefordert, ihre Tiere in geschlossenen Ställen zu halten und jeglichen Kontakt zu Wildvögeln zu vermeiden. Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) appelliert eindringlich an alle Halter, die Biosicherheitsmaßnahmen rigoros durchzuführen. Eine Stallpflicht gilt auch für kleinere Betriebe und Hobbyhaltungen in Regionen mit erhöhter Gefährdung.

Eine ähnliche Situation zeigt sich in Österreich, wo seit Ende September 2025 erste Nachweise von hochpathologischer aviärer Influenza in Kärnten verzeichnet wurden. Auch dort bleibt das Risiko eines Eintrags ins Hausgeflügel als mittel eingestuft, während die heimischen Geflügelhaltungen bislang von Ausbrüchen verschont geblieben sind. Die Behörden fordern auch hier die Geflügelhalter auf, Maßnahmen zur Biosicherheit strikt einzuhalten, um ihre Bestände zu schützen.

Der internationale Blick auf die Vogelgrippe

Weltweit verbreiten sich Vogelgrippeviren, und insbesondere H5N1 ist dabei besonders heftig im kurs. In den USA starb Anfang Januar ein Mann, nachdem Wildvögel seine Hühner infiziert hatten, was die Situation zusätzlich verschärft. Bislang ist die Übertragung auf Menschen in Deutschland nicht festgestellt worden, dennoch warnen Experten, dass die genetischen Veränderungen des Virus diese Möglichkeit in der Zukunft ändern könnten. Aktuell wird das Risiko für die Bevölkerung als gering eingestuft, unter Berücksichtigung der Möglichkeit einer zukünftigen Veränderung der Situation.

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Für Tiere bleibt H5N1 jedoch hoch ansteckend und kann bei Geflügel zu massiven Ausbrüchen führen, wie etwa in Illkirch-Graffenstaden bei Straßburg, wo 100 Vögel in einem Tierpark getötet werden mussten. Für die Bevölkerung ist zurzeit allerdings kein erhöhtes Risiko festzustellen. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat auch erklärt, dass viele Wildvögel das Virus asymptomatisch tragen, wodurch die Übertragungsdynamik komplex bleibt.

Angesichts der sich ausbreitenden Vogelgrippe bleibt es wichtig, die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden im Blick zu behalten und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Ein gutes Händchen in der Biosicherheit kann dabei helfen, die heimischen Bestände zu schützen und die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Weitere Informationen finden Sie in den ausführlichen Berichten von insideBW, in den Empfehlungen des Verbrauchergesundheit und im Artikel der NZZ.