In Mannheim tut sich einiges! Am Donnerstag, den 25. Juni, um 18:30 Uhr, findet in der Pop-up-Redaktion des Mannheimer Morgen eine spannende Podiumsdiskussion statt. Das Thema? „Queere Themen in den Medien – wie divers sind wir wirklich?“ Ein Abend, der zum Nachdenken anregt und die Vielfalt unserer Gesellschaft beleuchtet. Der Veranstaltungsort ist klimatisiert und barrierefrei, perfekt für alle, die teilnehmen möchten. Und das Beste: Es sind alle herzlich eingeladen! Wer sich spontan entscheidet, kann einfach vorbeischauen, aber eine Anmeldung über www.mannheimer-morgen.de/pop-up-redaktion-events ist dennoch ratsam.

Auf dem Podium sitzen beeindruckende Persönlichkeiten, die sich leidenschaftlich für queere Belange einsetzen. Anne Parlow, stellvertretende Vorsitzende des Queeren Zentrums Mannheim, Johannah Illgner, Mitgründerin des Queer Space Heidelberg, Margret Göth, Queerbeauftragte der Stadt Mannheim, und Esther Lehnardt, Redakteurin beim Mannheimer Morgen. Moderiert wird die Diskussion von Marco Pecht, einem Mitglied der Chefredaktion. Ein echtes Schwergewicht an Expertise ist also am Start!

Ein wichtiges Gespräch

Die Veranstaltung folgt auf eine Sprechstunde für queere Menschen, die Anfang Juni stattfand. Unter dem Motto „Was können wir besser machen?“ konnten die Teilnehmer ihre Erfahrungen und Wünsche äußern. Diese Art des Dialogs – offen und ehrlich – ist so wichtig, gerade in Zeiten, in denen viele immer noch keinen persönlichen Kontakt zu LSBTIQ* haben. Eine Umfrage zeigt, dass 61% der Befragten aus dem LGBT Survey 2021 keine queeren Personen im Freundes- oder Familienkreis haben. Das führt oft zu Missverständnissen und Vorurteilen, die in den Medien verstärkt werden.

Die Pop-up-Redaktion ist seit dem 5. Mai aktiv und bietet seit 80 Tagen einen Raum für Dialoge mit Menschen aus Mannheim. Von Montag bis Freitag, immer von 10 bis 18 Uhr, stehen die Türen offen. Hier wird ein Themen-Schwerpunkt auf das queere Leben in Mannheim und der Region gelegt, was auf der Website des Mannheimer Morgen zusammengefasst ist. Ein Ort, an dem sich alle – egal ob queer oder nicht – informieren und austauschen können.

Mediale Repräsentation und ihre Folgen

Die Diskussion über die Sichtbarkeit von LSBTIQ* in den Medien ist vor allem auch eine gesellschaftliche Frage. Eine Studie hat gezeigt, dass die Mehrheit der Deutschen keinen persönlichen Kontakt zu queeren Personen hat und ihr Wissen oft aus den Medien bezieht. Das führt dazu, dass 45% der Männer und 28% der Frauen in Deutschland weniger mediale Aufmerksamkeit für sexuelle Minderheiten wünschen. Der Rückgang an Sichtbarkeit ist alarmierend: In den letzten Jahren hat sich die Queerfilmquote in der Primetime drastisch verringert.

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Die Zahlen sind ernüchternd. 2021 identifizierten sich nur 7,4% der Befragten als LGBT. Und in fiktionalen TV-Produktionen sind lediglich 2% der Protagonist*innen als homosexuell oder bisexuell erkennbar. Die Vielfalt der Gesellschaft spiegelt sich also bei weitem nicht in den Medien wider. Es ist kein Wunder, dass viele Menschen mit einem verzerrten Bild von queeren Lebensrealitäten konfrontiert werden.

Wir sollten an diesem Abend in Mannheim die Gelegenheit nutzen, um gemeinsam zu diskutieren, zu lernen und neue Perspektiven zu gewinnen. Denn nur durch Gespräche und Begegnungen können wir Verständnis und Akzeptanz fördern. Die Podiumsdiskussion bietet dazu eine hervorragende Plattform. Also, auf geht’s – lasst uns die Vielfalt feiern und darüber sprechen, wie wir die Medienlandschaft gemeinsam bunter gestalten können!

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