Im malerischen Main-Tauber-Kreis, genauer gesagt bei Distelhausen, ist ein bedeutendes Infrastrukturprojekt in Planung. Im Regierungsbezirk Stuttgart werden insgesamt 15 Brücken neu gebaut, darunter auch die Feldwegbrücke an der B 290. Diese Brücke, die bereits 1971 in Spannbetonbauweise errichtet wurde, hat ihre besten Tage hinter sich und muss nun ersetzt werden. Die Notwendigkeit des Neubaus ist unbestritten, denn jede zehnte Brücke in Baden-Württemberg ist sanierungsbedürftig, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann betont.
Die Planungen für den Neubau der Feldwegbrücke erfolgen im Rahmen einer Sammelausschreibung des Landes, die es ermöglicht, mehrere Projekte effizient zu bündeln. Eine Arbeitsgemeinschaft aus vier Ingenieurbüros hat die Entwurfsplanung sowie die Koordination der erforderlichen Fachplanungen übernommen. Zu diesen Fachplanungen zählen unter anderem Straßenplanung, Baugrundgutachten und naturschutzfachliche Untersuchungen. Die ARGE hat die Aufgabe, diese Planungen mit den betroffenen Stellen und Behörden abzustimmen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Vermessungsarbeiten ohne Verkehrsbeeinträchtigung
Am 4. Mai 2026 sind zusätzliche Vermessungsarbeiten an der Feldwegbrücke geplant. Die gute Nachricht für die Verkehrsteilnehmer: Der Verkehr auf der B 290 wird durch diese Arbeiten nicht beeinträchtigt. Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen in Baden-Württemberg sind auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale abrufbar, und für Smartphone-Nutzer steht die kostenlose VerkehrsInfo BW App zur Verfügung.
Der Auftrag für die Planung der Brücke ist Teil eines größeren Vorhabens, bei dem das Land Baden-Württemberg insgesamt 31 sanierungsbedürftige Brücken an Bundesstraßen erneuern möchte. Die Sammelausschreibung, die vor Kurzem gestartet wurde, ermöglicht den Beginn der Planungsarbeiten für diese dringenden Maßnahmen. Verkehrsminister Winfried Hermann hebt hervor, dass seit 2011 eine Strategie zur Priorisierung von Sanierungen vor Neubauten verfolgt wird, um Verkehrseinschränkungen zu vermeiden.
Brückensicherheit im Fokus
Die Sicherheitslage der Brücken ist von zentraler Bedeutung, denn die Straßenbauverwaltung in Baden-Württemberg ist für etwa 4.000 Bundesstraßenbrücken und 3.300 Landesstraßenbrücken verantwortlich. Regelmäßige Prüfungen stellen sicher, dass der Zustand der Brücken nicht weiter absinkt, auch wenn viele Brücken altersbedingt nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen. Die geschätzten Gesamtkosten für die 31 Bauwerke belaufen sich auf etwa 150 Millionen Euro, wobei das Auftragsvolumen für die Planung rund 30 Millionen Euro beträgt.
Der Umsetzungsplan des Verkehrsministeriums sieht vor, bis 2030 rund 180 Brücken zu modernisieren und bis 2036 weitere 450 Brücken zu sanieren oder neu zu bauen. Dies ist eine wichtige Maßnahme, um hohe Folgekosten und ungeplante Einschränkungen im Straßenverkehr zu vermeiden. Minister Hermann betont die Notwendigkeit von Investitionen in die Sicherheit des Verkehrssystems, um die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft zu gewährleisten.
Insgesamt zeigt dieses Projekt, wie wichtig es ist, die Infrastruktur in Baden-Württemberg kontinuierlich zu modernisieren und zu erhalten. Die Feldwegbrücke bei Distelhausen ist nur ein Beispiel für die zahlreichen Maßnahmen, die notwendig sind, um die Sicherheit und Funktionalität des Straßennetzes zu gewährleisten.